
Spritpreise: Ifo-Institut sieht keine außergewöhnliche Belastung
Berechnungen des Ifo-Instituts Für einen Liter Benzin reichen fünf Minuten Arbeit Die höheren Preise an der Zapfsäule belasten Autofahrer nicht außergewöhnlich, sagen Wirtschaftsforscher. Deutsche Arbeitnehmer müssen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Berechnungen des Ifo-Instituts Für einen Liter Benzin reichen fünf Minuten Arbeit Die höheren Preise an der Zapfsäule belasten Autofahrer nicht außergewöhnlich, sagen Wirtschaftsforscher. Deutsche Arbeitnehmer müssen demzufolge für einen Liter Benzin ähnlich lang arbeiten wie in den vergangenen Jahrzehnten. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Tankstelle in Bayern Foto: Karl-Josef Hildenbrand / DPA Trotz hoher Spritpreise hält sich die finanzielle Belastung für deutsche Arbeitnehmer in Grenzen. Das zeigt die am Donnerstag veröffentlichte Berechnung des Dresdner Ifo-Instituts.
Die Einzelheiten
Im April arbeitete ein durchschnittlicher Beschäftigter rund fünf Minuten für einen Liter Benzin – ein Wert, der ähnlich hoch liegt, wie in den vergangenen 35 Jahren: Zwischen 1991 und 2025 schwankte die nötige Arbeitszeit demnach stets zwischen drei und sechs Minuten. Die gestiegenen Kraftstoffpreise – auch infolge der Schließung der Straße von Hormus nach dem Irankrieg – fallen laut den Ifo-Forschenden nicht so stark ins Gewicht, weil die Löhne in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen sind. »Selbst bei Spritpreisen von 240 Cent pro Liter Super oder 250 Cent pro Liter Diesel liegt die benötigte Arbeitszeit meist unter den Werten der Jahre 2006 bis 2013«, sagte Ifo-Experte Joachim Ragnitz.
Sein Kollege Marcel Thum, Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden, ergänzte: Die gestiegenen Preise fielen »im historischen Vergleich nicht ungewöhnlich hoch aus«. Für Diesel liege die Arbeitszeit zwar eher am oberen Ende des historischen Bereichs – aber keineswegs in neuen Dimensionen. Wer viel fährt, verdient meist auch mehrDifferenzierter sieht die Lage für einkommensschwache Haushalte aus.
Wer auf das Auto angewiesen ist und wenig verdient, spürt die Preissteigerungen deutlich stärker. Wer dagegen viel fährt, verdient den Forschern zufolge in der Regel auch mehr: Mobilitäts- und Steuerdaten zeigen, dass hoher Kraftstoffverbrauch mit hohem Einkommen einhergeht. Bei einem Verbrauch von 100 Litern im Monat entstehen durch die jüngsten Preissteigerungen Mehrkosten von rund 40 bis 60 Euro.
Was Experten sagen
Pauschale Entlastungen wie der im Mai in Kraft getretene Tankrabatt der Bundesregierung – eine Steuersenkung von rund 17 Cent pro Liter – kommen deshalb vor allem Vielfahrern und Besserverdienenden zugute, kritisieren die Autoren. Die Preise waren am 1. Mai stellenweise unter die Zwei-Euro-Marke gefallen, stiegen danach aber wieder.
Die Steuerausfälle durch den Rabatt trägt die Allgemeinheit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





