
Steiff: Ravensburger übernimmt Plüschtierfirma
Familie verkauft Mehrheitsanteil Ravensburger übernimmt Plüschtierfirma Steiff Die Erben von Margarete Steiff versilbern die Mehrheit am Hersteller der Teddybären mit dem Knopf im Ohr. Die Puzzle-Firma Ravensburger will...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Familie verkauft Mehrheitsanteil Ravensburger übernimmt Plüschtierfirma Steiff Die Erben von Margarete Steiff versilbern die Mehrheit am Hersteller der Teddybären mit dem Knopf im Ohr. Die Puzzle-Firma Ravensburger will sich mit dem Zukauf breiter aufstellen. 04 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (8 Minuten) 8 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Steiff-Bär mit bekanntem Knopf im Ohr Foto: Thomas Niedermueller/ Getty Images Zwei der bekanntesten deutschen Spielzeugmarken verbünden sich. Die Stofftiere mit dem berühmten Knopf im Ohr des Plüschtierherstellers Steiff stehen in Zukunft unter der Regie von Ravensburger: Die Spielefirma übernimmt die Mehrheit, wie beide Unternehmen mitteilen.
Die Einzelheiten
Verkäuferin ist die Steiff Beteiligungsgesellschaft, die von den Erben der Gründerin Margarete Steiff gehalten wird. Steiff soll allerdings weiterhin eigenständig geführt werden. Ravensburger ist vor allem für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt.
Klassiker sind beispielsweise »Fang den Hut«, »Memory«, »Das verrückte Labyrinth« und »Scotland Yard«. In vielen Kinderzimmern finden sich heute aber auch das spielerische Lernsystem »Tiptoi« und die modulare Kugelbahn »GraviTrax« der Oberschwaben. Steiff gilt als Erfinder des Teddybären und steht seit mehr als 140 Jahren für hochwertige Plüschtiere.
Der Sitz der Firma ist in Giengen an der Brenz, im Osten Baden-Württembergs. In welcher Höhe sich Ravensburger genau beteiligt, blieb offen. Der Familienanteil der Steiffs werde wesentlich bleiben, hieß es.
Was Experten sagen
Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe. Ravensburger-Chef Clemens Maier begründete den Schritt mit der emotionalen Stärke der Kultmarke: »Unser Firmengründer Otto Maier war inspiriert von der Vorstellung, Spielzeug für Hirn, Hand und Herz zu entwickeln.
Steiff steht dabei in besonderer Weise für das Herz«, sagte er. Die Produkte seien seit Generationen für viele Menschen Teil ihrer Kindheit. Mit dem Verkauf will die Steiff-Familie die Weichen für eine langfristige Perspektive des Traditionsunternehmens stellen.
»Für uns war entscheidend, Steiff in verantwortungsvolle, unternehmerische Hände zu geben, die die Marke, die Werte und Geschichte verstehen und respektieren«, teilte der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft, Frederik Reimann, mit. Ravensburger stehe wie kaum ein anderes Unternehmen für genau diese Haltung. Steiff-Chef Frank Rheinboldt ergänzte, die Partnerschaft schaffe den Rahmen, internationale Potenziale gezielt zu nutzen und Tradition mit neuen Impulsen zu verbinden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





