
Straße von Hormus: Iran stellt sich Trumps „Projekt Freiheit“ entgegen
Straße von Hormus : Iran stellt sich Trumps „Projekt Freiheit“ entgegen Von Friederike Böge , Michaela Wiegel 04.05.2026, 14:25 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Öltanker am 4. Mai in der Straße von Hormus...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Straße von Hormus : Iran stellt sich Trumps „Projekt Freiheit“ entgegen Von Friederike Böge , Michaela Wiegel 04. 2026, 14:25 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Öltanker am 4.
Mai in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas dpa Donald Trump stellt Handelsschiffen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Aussicht. Iran will das verhindern – und behauptet, ein US-Schiff angegriffen zu haben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Seinen jüngsten Versuch, Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus zu entreißen, hat Donald Trump „Projekt Freiheit“ getauft.
Die Einzelheiten
Das US-Militär soll Handelsschiffen eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge ermöglichen. Das erklärte weder Trump noch das US-Zentralkommando Centcom. Von einer Eskorte der Schiffe war jedenfalls zunächst nicht die Rede.
Dennoch teilte das iranische Militär am Montag mit, die Einfahrt zweier amerikanischer Zerstörer in die Straße von Hormus durch „entschlossene und sofortige Warnung“ verhindert zu haben. Die von der Revolutionsgarde kontrollierte Medienagentur Fars behauptete gar, zwei Raketen hätten eine amerikanische Fregatte nahe der Hafenstadt Dschask getroffen und zur Umkehr gezwungen. Centcom wies diese Darstellung als falsch zurück.
USA: Kein amerikanisches Kriegsschiff getroffen Zuvor hatte der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social verkündet, das US-Militär werde Handelsschiffe sicher durch die Meerenge leiten. Es handle sich um eine „humanitäre Geste“ im Namen der USA, der Golfstaaten und Irans. Zugleich drohte er, man werde mit Gewalt auf jeden Versuch reagieren, das „Projekt Freiheit“ zu stören.
Was Experten sagen
Centcom sprach von einer „defensiven Mission“, die von Lenkwaffenzerstörern, mehr als hundert Flugzeugen und 15. 000 Soldaten unterstützt werde. Laut einem Bericht der Nachrichtenplattform Axios soll das Militär den Besatzungen Hinweise geben, wie sie mögliche Seeminen umfahren können.
Zudem soll sich das Militär bereithalten, im Falle iranischer Angriffe auf Handelsschiffe zu intervenieren. Dem Bericht zufolge entschied sich Trump vorerst gegen eine Option, Kriegsschiffe durch die Meerenge fahren zu lassen, um sie so mit Gewalt zu öffnen. Allerdings blieb unklar, wie das US-Militär die betroffenen Reedereien davon überzeugen will, dass die Durchfahrt sicher sei.
Laut dem Sender CNN gab es am Montagmorgen zunächst keine Anzeichen dafür, dass Handelsschiffe dem Aufruf Trumps folgten. Lediglich ein von den USA sanktioniertes Schiff unter der Flagge Botswanas sei laut Trackingdaten in der Meerenge unterwegs. Teheran veröffentlicht Karte des von ihm „kontrollierten“ Seegebiets Das iranische Militär stellte klar, dass weiterhin nur solche Schiffe die Straße von Hormus passieren dürften, die eine Genehmigung der iranischen Streitkräfte erhielten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





