
Strahlung: Schädigen Bluetooth-Kopfhörer das Gehirn?
Strahlung : Schädigen Bluetooth-Kopfhörer das Gehirn? 11.05.2026, 11:45Lesezeit: 2 Min. Podcast oder Musik - Unterhaltung auf die Ohren ist beim Sport besonders beliebt.Christin KloseKabellose Kopfhörer sind im Alltag...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Strahlung : Schädigen Bluetooth-Kopfhörer das Gehirn? 2026, 11:45Lesezeit: 2 Min. Podcast oder Musik - Unterhaltung auf die Ohren ist beim Sport besonders beliebt.
Christin KloseKabellose Kopfhörer sind im Alltag allgegenwärtig. Im Netz kursieren Warnungen, die Geräte seien krebserregend und schadeten dem Gehirn. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Musikgenuss beim Joggen, Krafttraining oder auf dem Weg zur Arbeit ganz ohne störende Kabel: Bluetooth-Kopfhörer sind weit verbreitet.
Die Einzelheiten
Immer wieder kursieren im Netz Warnungen vor einer angeblich gefährlichen Strahlung der Geräte. Dabei wird häufig auf die Nutzung ähnlicher Frequenzen wie bei Mikrowellen verwiesen. Fachleute sehen darin jedoch keinen Hinweis auf eine Gesundheitsgefahr.
Bluetooth-Kopfhörer nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder. Sie arbeiten dabei ähnlich wie WLAN oder Mikrowellenherde im Bereich von etwa 2,45 Gigahertz. Entscheidend für mögliche gesundheitliche Auswirkungen ist jedoch nicht allein die Frequenz, sondern vor allem die Leistung der Geräte.
Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) nutzen Bluetooth-Kopfhörer nur eine vergleichsweise geringe Leistung im Milliwatt-Bereich. Im Gegensatz zu einem Mikrowellenherd mit rund 1000 Watt erreichen typische Geräte nur etwa 0,0025 Watt. „Diese Leistung ist so gering, dass die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern nicht zu einer relevanten Erwärmung des Gewebes am Ohr führen kann“, erklärt Florian Kohn, wissenschaftlicher Referent im Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder beim BfS.
Was Experten sagen
Sendeleistung von Smartphones deutlich höherDie gesundheitlichen Auswirkungen von Strahlung auf den menschlichen Organismus gelten als gründlich erforscht. Gesetze und Normen sehen Grenzwerte zur Produktsicherheit vor. Eine Größe ist die spezifische Absorptionsrate (SAR), die etwa für Handys angewendet wird.
Dieser SAR-Wert gibt an, „wie viel Energie das Körpergewebe bei der Nutzung des Telefons aufnimmt“, erläutert Kohn. Für Smartphones, die laut Kohn auf eine maximale Sendeleistung von 200 Milliwatt (0,2 Watt) kommen, im Alltag jedoch meist darunter liegen, beträgt der maximal zulässige SAR-Wert zwei Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Zum Vergleich: Kabellose Kopfhörer arbeiten mit einer Sendeleistung von etwa 2,5 Milliwatt (0,0025 Watt).
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




