
Streit um Reichskanzlei-Gelände: Hitlers Bunker kann weg
Streit um Reichskanzlei-Gelände : Hitlers Bunker kann weg Ein Kommentar von Andreas Kilb 07.07.2026, 14:08Lesezeit: 2 Min. Hier stand Hitlers Schreibtisch: Ansicht der Neuen Reichskanzlei von 1939picture-alliance /...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Streit um Reichskanzlei-Gelände : Hitlers Bunker kann weg Ein Kommentar von Andreas Kilb 07. 2026, 14:08Lesezeit: 2 Min. Hier stand Hitlers Schreibtisch: Ansicht der Neuen Reichskanzlei von 1939picture-alliance / akg-imagesAuf dem Gelände von Hitlers ehemaliger Reichskanzlei in Berlin sollen Neubauten entstehen.
Darunter liegen Reste eines Luftschutzbunkers. Denkmalpfleger wollen sie erhalten. Das ist eine schlechte Idee.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Berlin, die hochgebaute Stadt, hat neben Bürohausklötzen immer noch Brachen und Trümmergrundstücke zuhauf, auch achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, durch den sie entstanden. Eine dieser Leerstellen klafft in der Voßstraße unweit vom Leipziger Platz, umgeben von den hessischen und mecklenburgischen Landesvertretungen und einem Wohnblock aus der Schlussphase der DDR. Auf dem Gelände sollen jetzt je zur Hälfte Wohnungen und Büroräume entstehen.
Doch dagegen gibt es Protest. Denn sechs Meter unter der Erde, geschützt von gut anderthalb Metern Stahlbeton, liegt dort ein Rest des einstigen Luftschutzbunkers der Neuen Reichskanzlei, die Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer in den späten Dreißigerjahren errichtete. Diese 1200 Quadratmeter große Betonhöhle wollen der Verein Berliner Unterwelten und das Landesdenkmalamt erhalten, weil sie, wie es heißt, von „umfassender wissenschaftlicher und historischer Bedeutung“ sei.
Das klingt auf den ersten Blick plausibel – zumal die Trümmer der Reichskanzlei und der später in ihren Garten eingebaute „Führerbunker“, in dem sich Hitler erschoss, in der DDR-Zeit abgetragen respektive zugeschüttet wurden; der Kanzleibunker dagegen, der bei Bombenangriffen Beamte und Mütter mit Kindern aufnahm, blieb teilweise erhalten. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Geld wäre an vielen anderen Gedenkorten besser angelegtWenn man sich aber vorstellt, wie ein Gedenkort in seinen Mauern aussehen könnte, sieht die Sache anders aus.
Was Experten sagen
In sechs Metern Tiefe würde ein Gruselkabinett mit U-Boot-Atmosphäre entstehen, dessen pädagogischer Wert gering, dessen Aura-Verlockung für nachwachsende Anhänger des Totalitarismus dafür umso größer wäre. Allein die Kosten für die Tiefbauarbeiten würden in die zig Millionen gehen – Geld, das anderswo in Berlins Mitte besser angelegt wäre, etwa bei der Stiftung Topographie des Terrors auf dem nahe gelegenen Gestapo-Gelände oder am Anhalter Bahnhof, wo die Planungen zum Museum des Exils aus Geldmangel vor dem Aus stehen. Und was ist mit dem vor Jahren vom Bundestag verabschiedeten Projekt für ein Dokumentationszentrum über die deutsche Besatzungsherrschaft in Europa, für das noch nicht einmal ein Standort, geschweige denn ein Budget feststeht?
Mehr zum Thema Die „Wolfsschanze“Was wird aus Hitlers Hauptquartier?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




