
Studie zu Erziehung: Streng erzogene Kinder schummeln häufiger
Verhaltensforschung Streng erzogene Kinder schummeln häufiger Wer seine Kinder zu ehrlichen Menschen erziehen will, sollte auf Verbote und Bestrafungen eher verzichten. Denn diese spornen Kinder umso mehr zu Lügen und...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Verhaltensforschung Streng erzogene Kinder schummeln häufiger Wer seine Kinder zu ehrlichen Menschen erziehen will, sollte auf Verbote und Bestrafungen eher verzichten. Denn diese spornen Kinder umso mehr zu Lügen und Betrügereien an, fanden Forschende heraus. 34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Mutter schimpft mit ihrem Sohn: Verbote und Bestrafungen können nach hinten losgehen Foto: DragonImages / iStockphoto / Getty Images aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Manche Eltern mögen ihre Kinder nach wie vor mit Stubenarrest oder Handyverbot bestrafen – doch sollten sie damit versuchen, ihre Kinder zu ehrlicheren Menschen zu erziehen, dürfte das nach hinten losgehen.
Denn Kinder schummeln und lügen eher, wenn sie übermäßig streng und strafend erzogen werden. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen der National University of Singapore. Für die kürzlich im Fachmagazin »Child Development« veröffentlichte Studie untersuchten die Forschenden 479 Familien aus Singapur.
Singapur eignet sich den Forschenden zufolge gut für ihr Thema, weil dort eine strenge, auf Gehorsam ausgerichtete Erziehung und körperliche Bestrafungen nach wie vor verbreitet seien. Wie streng die Eltern ihre Kinder erzogen, erfassten sie mithilfe eines Fragebogens, als die Kinder etwa viereinhalb Jahre alt waren. Dazu zählten die Wissenschaftler etwa, wenn Eltern ihre Kinder stark kontrollieren oder wenn sie harte Disziplin einfordern, ohne ihre Vorschriften zu erklären.
Was Experten sagen
Anderthalb Jahre später erhob das Team das Schummelverhalten der Kinder mithilfe eines Dartspiels. Dabei sollten Kinder dreimal auf eine Dartscheibe werfen und hinter einer markierten Linie stehen bleiben, auch, als der Versuchsleiter den Raum verließ. Verstieß das Kind gegen die Regeln, etwa indem es näher an die Scheibe trat oder öfter warf, werteten die Forschenden dies als Betrugsversuch.
61 Prozent der Kinder schummelten bei dem Versuch; von diesen logen zudem 66 Prozent über ihren Betrug. Dabei konnten die Forschenden einen statistischen Zusammenhang festmachen: Bei einem autoritären Erziehungsstil des Vaters schummelten die Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit. »Eltern mögen zwar glauben, dass dieser Ansatz Disziplin vermittelt, doch unsere Forschung zeigt, dass er die Verinnerlichung moralischer Werte bei Kindern tatsächlich untergraben kann«, sagt die Professorin Ding Xiao Pan in einer Mitteilung .
Kritischer mit sich selbstDie Forschenden fanden dabei einen erklärenden Faktor: Kinder, die strenger erzogen werden, neigen dazu, kritischer mit sich selbst zu sein. Dies erfasste das Team mit einer Zeichenaufgabe, als die Kinder viereinhalb Jahre alt waren.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





