
Syrien strebt keine militärische Einmischung im Libanon an
Außenminister Shaibani in Beirut Syrien war mehr als ein Vierteljahrhundert Besatzungsmacht im Libanon – und will das nicht wiederholen Ex-Bauunternehmer Donald Trump kann sich gut vorstellen, dass Syrien anstelle von...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Außenminister Shaibani in Beirut Syrien war mehr als ein Vierteljahrhundert Besatzungsmacht im Libanon – und will das nicht wiederholen Ex-Bauunternehmer Donald Trump kann sich gut vorstellen, dass Syrien anstelle von Israel gegen die Hisbollah im Libanon kämpft. Nun haben die neuen Machthaber in Damaskus versucht, ihren kleinen Nachbarn zu beruhigen. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Syriens Außenminister Asaad al-Shaibani in Beirut Foto: Wael Hamzeh / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Syrien strebt nach Angaben der Führung in Beirut keinerlei militärische Einmischung im Libanon an.
Damaskus habe trotz diesbezüglichen Drucks seitens der USA »keine Absicht, einen solchen Schritt vorzunehmen«, erklärte Libanons Präsidialamt am Donnerstag unter Berufung auf Syriens Außenminister Asaad al-Shaibani. Al-Schaibani hält sich derzeit zu einem Besuch im Libanon auf. Er äußerte sich den Angaben zufolge bei einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Joseph Aoun.
Erstmals traf er auch mit Parlamentspräsident Nabih Berri zusammen, einem engen Verbündeten der proiranischen Hisbollah-Miliz. US-Präsident Donald Trump hatte vorgeschlagen, dass Syrien anstelle von Israel die Bekämpfung der von Iran finanzierten Hisbollah im Libanon übernehmen könnte. Syriens neuer starker Mann, Ahmed al-Sharaa, erklärte jedoch, er habe nicht die Absicht, militärisch im Libanon zu intervenieren – und damit alte Wunden wieder aufzureißen.
Was Experten sagen
Die syrische Armee war 1976 als Teil arabischer Streitkräfte in den Libanon einmarschiert, um den ein Jahr zuvor entflammten Bürgerkrieg dort zu beenden. Stattdessen blieben syrische Truppen jedoch bis zu ihrem Abzug im Jahr 2005 in dem Nachbarland präsent, wo pro-syrische Gruppierungen wie die Hisbollah-Miliz fortan sämtliche Bereiche des politischen und militärischen Lebens beherrschten. Die von Iran finanzierte Miliz zählte zu den wichtigsten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.
Der im Dezember 2024 gestürzte Assad spielte lange Zeit eine strategische Rolle für Iran, insbesondere bei ungehinderten Waffenlieferungen an die Hisbollah. Mehr zum Thema Geflüchtete: Mehr Syrer verlieren Schutzstatus Vorschlag für den Libanon: Syrien sollte gegen die Hisbollah kämpfen, findet Trump. In Damaskus kommt das gar nicht gut an Außenminister al-Schaibani sagte dem libanesischen Präsidenten, er wolle »die durch Berichte über eine mögliche syrische Militärintervention im Libanon entstandenen Unklarheiten beseitigen«.
Zudem übermittelte al-Schaibani an Aoun eine Einladung seines Präsidenten zu einem Besuch in Syrien; ein solcher Besuch wäre ein Novum.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





