
Tankrabatt wird inzwischen »weitgehend« weitergegeben
Prüfung durch Monopolkommission: Tankrabatt wird inzwischen »weitgehend« weitergegeben Mit neuen Regeln wollte die Bundesregierung die steigenden Spritpreise für Autofahrende begrenzen. Experten sagen nun: Der Rabatt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prüfung durch Monopolkommission: Tankrabatt wird inzwischen »weitgehend« weitergegeben Mit neuen Regeln wollte die Bundesregierung die steigenden Spritpreise für Autofahrende begrenzen. Experten sagen nun: Der Rabatt funktioniert halbwegs, ist aber womöglich dennoch die falsche Antwort. 19 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Foto: Caro Kadatz / picture alliance Der von der Politik gewünschte Tankrabatt kommt laut einer Analyse der Monopolkommission inzwischen weitgehend bei den Verbrauchern an. Darauf deute ein Vergleich mit den Preisen in Frankreich und Großbritannien hin, teilt das unabhängige Beratergremium der Bundesregierung mit.
Die Einzelheiten
In den ersten Tagen sei die Weitergabe allerdings unvollständig gewesen. Auch das Münchner Ifo-Institut sieht eine Weitergabe eher knapp unterhalb des Steuerrabatts von 16,7 Cent pro Liter. Mit den Spritpreisen vom Montag kommt Ifo-Experte Florian Neumeier auf eine Weitergabe von 14 Cent bei Diesel und 15 Cent bei Superbenzin.
Sprit hat sich am Montag im bundesweiten Tagesdurchschnitt leicht verteuert. Der Dieselpreis stieg nach Angaben des ADAC um 0,3 Cent auf 1,987 Euro pro Liter, blieb damit aber den vierten Tag in Folge unter 2 Euro. E10 verteuerte sich um 0,6 Cent auf 1,974 Euro.
Preise vor dem Tankrabatt »systematisch erhöht«Die Monopolkommission kommt in ihrer Analyse allerdings auch auf kritische Punkte: Die Daten sprächen dafür, »dass die Kraftstoffpreise in Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien bereits vor dem Tankrabatt teilweise systematisch erhöht waren«, heißt es vom Gremium. Das passe zu »fortbestehenden Wettbewerbsproblemen auf der deutschen Großhandelsebene«. Bild vergrößern Preise an einer Shell-Tankstelle Foto: dpa Die weitgehende Weitergabe des Tankrabatts an die Verbraucherinnen und Verbraucher stehe dazu nicht im Widerspruch, heißt es: »Der Tankstellenmarkt ist trotz hoher Konzentration noch der wettbewerblichste Teil der Wertschöpfungskette.
Was Experten sagen
Die Befunde sprechen dafür, dass der überproportionale Preisanstieg hauptsächlich auf der Großhandelsebene entstanden ist, während der Tankrabatt auf Einzelhandelsebene inzwischen weitgehend weitergegeben wurde. « Insgesamt passe das beobachtete Preismuster zu Märkten mit eingeschränktem Wettbewerb und entspreche dem sogenannten Rakete-und-Feder-Effekt. »Preise steigen in Krisenzeiten oft schnell, sinken bei Entlastungen aber langsamer.
« Insgesamt kritischer Blick auf RabattInsgesamt sieht die Monopolkommission, wie viele Wirtschaftswissenschaftler, den Tankrabatt kritisch. Gegen eine Verlängerung sprächen hauptsächlich drei Gründe: »die hohen fiskalischen Kosten, die sozial ungleiche Entlastungswirkung und der Umstand, dass eine Steuersenkung strukturelle Wettbewerbsprobleme nicht behebt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




