
Temu, Shein & Co.: Auf Billiglieferungen aus Asien wird jetzt Zoll fällig
Höhere Kosten für Verbraucher Auf Billiglieferungen aus Asien wird jetzt Zoll fällig Millionen Pakete mit Online-Schnäppchen von Temu, Shein und anderen Anbietern aus Asien kommen täglich in der EU an. Bislang waren...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Höhere Kosten für Verbraucher Auf Billiglieferungen aus Asien wird jetzt Zoll fällig Millionen Pakete mit Online-Schnäppchen von Temu, Shein und anderen Anbietern aus Asien kommen täglich in der EU an. Bislang waren Sendungen bis 150 Euro zollfrei. Damit ist nun Schluss.
07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Sendungen im Internationalen Postzentrum am Frankfurter Flughafen Foto: Hannes P Albert / dpa Millionen Pakete mit Online-Schnäppchen von Temu, Shein und anderen Anbietern aus Asien kommen täglich in der EU an.
Die Einzelheiten
Bislang waren Sendungen bis 150 Euro zollfrei. Damit ist nun Schluss. Ob Mode, Ladekabel oder Spielzeug: Wer günstige Waren außerhalb der EU bestellt, zahlt künftig Zoll.
Bislang galt eine Ausnahme für Lieferungen mit einem Wert von unter 150 Euro. Diese Regelung endet nun. Verbraucher müssen sich auf höhere Kosten einstellen.
Pro Warengruppe in der Sendung werden pauschal drei Euro berechnet. Das heißt, für drei in einem Paket versendete T-Shirts im Wert von 30 Euro werden insgesamt drei Euro Zoll fällig. Kommt zum Beispiel ein günstiges Kinderspielzeug dazu, werden drei weitere Euro Zollgebühr fällig, also insgesamt sechs Euro.
Was Experten sagen
Drei Euro fallen schnell ins GewichtZwar sind Verkäufer oder Importeure für die Anmeldung und Zahlung der Abgabe verantwortlich, wie die EU-Kommission erklärt. Die Händler können die Zollpauschale aber an den Verbraucher weiterreichen – und gerade bei sehr günstigen Produkten kann dies ins Gewicht fallen, wie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland warnt. E-Commerce-Expertin Karolin Junker de Neui von der Digitalberatung Etribes rechnet nicht damit, dass Anbieter oder Importeure die Kosten übernehmen.
»Wir sehen bereits, dass die Preise auf den Plattformen steigen. « Die Kosten landeten also überwiegend bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Lars Hofacker vom Handelsforschungsinstitut EHI geht davon aus, dass die »zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an die Kundinnen und Kunden weitergegeben« werden, »denn gerade bei sehr niedrigpreisigen Artikeln ist der Spielraum begrenzt«.
Die chinesischen Online-Shoppingportale Shein und Temu beantworteten Anfragen zum Umgang mit den neuen Zöllen nicht. Mehr zum Thema Technologiestandards: Das ist Europas geheime Superkraft Eine Kolumne von Christian Stöcker Mutmaßlich gefährliche Waren: EU-Kommission verhängt 200-Millionen-Euro-Strafe gegen Temu Von Katharina Koerth und Benedikt Müller-Arnold Internethandel: Wie Temu und Shein dem Einzelhandel vor Weihnachten zusetzen Der deutsche Zoll rät Verbrauchern, vor einer Bestellung in einem Nicht-EU-Staat in den Geschäftsbedingungen des Verkäufers zu prüfen, ob die pauschale Zollabgabe bereits im Verkaufspreis berücksichtigt wird oder ob die Zollabwicklung durch den Käufer vorgesehen ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





