
Teure Lkw-Logistik: Der Dieselpreis wird zur Existenzfrage für Spediteure
Teure Lkw-Logistik : Der Dieselpreis wird zur Existenzfrage für Spediteure Von Tobias Piller 04.05.2026, 21:34 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ohne Lkw-Transport stockt die Wirtschaft und der Handel, doch...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Teure Lkw-Logistik : Der Dieselpreis wird zur Existenzfrage für Spediteure Von Tobias Piller 04. 2026, 21:34 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ohne Lkw-Transport stockt die Wirtschaft und der Handel, doch die Gütertransporteure sehen sich wegen der Dieselpreise in der Verlustzone.
dpa Der Kanzler besucht ein Fuhrunternehmen, will aber offiziell nichts zu den Nöten der Branche sagen. Auch die Steuererleichterung für Diesel zum 1. Mai macht den Transport per Lkw nicht profitabel.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App So richtig besänftigen konnte Bundeskanzler Friedrich Merz die Gütertransporteure nicht, als er vor wenigen Tagen im äußersten Nordwesten Deutschlands ein mittelständisches Transport- und Logistikunternehmen besuchte: Zur Visite des Kanzlers bei Akkermann Transporte – mit 100 Mitarbeitern und 65 Lastwagen – in Moormerland bei Emden berichtet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik (BGL) über die Stellungnahme des ebenfalls anwesenden Vorstandssprechers Dirk Engelhardt: „Die Lage im mittelständischen Transportgewerbe ist äußerst angespannt. Unsere Betriebe brauchen jetzt politische Verlässlichkeit. “ Geschäftsführer Klaus Akkermann wird mit den Worten zitiert, der Bundeskanzler habe aus erster Hand erlebt, was der Straßengüterverkehr in Deutschland leiste und unter welchen Bedingungen.
„Wir wünschen uns, dass aus dem heutigen Austausch konkrete Schritte folgen. “ Doch fast wie eine kalte Dusche wirkt, was das Bundeskanzleramt zum Besuch von Kanzler Merz veröffentlichte: Da geht es gerade nicht um die Nöte der Transporteure, die drastische Folgen des teuren Diesels fürchten. Merz habe bei seinem Besuch deutlich gemacht, „welche überragende Bedeutung die maritime Wirtschaft für uns alle hat“, heißt es vom Bundeskanzleramt.
Es gehe darum, die strategische Bedeutung von Häfen und Wasserwegen richtig einzuordnen. Kein Wort zur Gütertransportbranche. Teurer Diesel erzeugt Verluste Dort ist die Stimmung weiterhin gedrückt oder kämpferisch.
Was Experten sagen
Denn selbst mit der Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel müssen die Gütertransporteure noch immer fürchten, mit dem Betrieb jedes einzelnen Lastwagens Verluste einzufahren. Wie schon vor dem Kanzlerbesuch annähernde Kalkulationen der F. zu Unternehmen aus der Gütertransportbranche ergaben, sind seit Februar mit den Preissteigerungen für den Dieselkraftstoff um etwa 35 Prozent jegliche Ertragsaussichten in Düsternis umgeschlagen.
Die Branche erzielte nach ihren Angaben bis Februar im Schnitt eine Gewinnmarge von zwei Prozent. Allein die Erhöhung der Dieselpreise verkehrte die Rechnung – mit ansonsten konstanten Kosten und konstantem Einnahmeumsatz – in eine Verlustmarge von 5,1 Prozent. Die nun beschlossene Steuersenkung um 17 Cent je Liter (für die Gütertransporteure, die Mehrwertsteuer nur weiterreichen, sind es 14 Cent Kostensenkung), führt im gleichen Rechenmodell noch immer zu Verlusten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





