
Timmendorfer Strand: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke
Der gestrandete Wal und die Folgen Wer beleidigte den »Timmy«-Tierschützer? Schickte Sven Partheil-Böhnke, der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, beleidigende E-Mails über Tierschützer Robert Marc Lehmann und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Der gestrandete Wal und die Folgen Wer beleidigte den »Timmy«-Tierschützer? Schickte Sven Partheil-Böhnke, der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, beleidigende E-Mails über Tierschützer Robert Marc Lehmann und behauptete dann, gehackt worden zu sein? Die Ermittlungen laufen.
59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bürgermeister Partheil-Böhnke: Juristisches Nachspiel vom Wal vor Niendorf Foto: 54° / Felix Koenig / Agentur 54 Grad / IMAGO Wochenlang beschäftigte der Buckelwal, den die einen »Timmy«, die anderen »Hope« nannten, und seine letztlich gescheiterte Rettung vor allem die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Einzelheiten
Doch bevor das Tier vor der Insel Poel auf Grund lief, war es zunächst vor Niendorf gestrandet, einem Ortsteil der Gemeinde Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein. Für den dortigen Bürgermeister, Sven Partheil-Böhnke, hat das Ganze nun ein juristisches Nachspiel. Martin Peterlein, Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, bestätigte dem SPIEGEL, dass die Behörde gegen den FDP-Politiker ermittelt, unter anderem wegen des Anfangsverdachts des Vortäuschens einer Straftat.
Außerdem laufen auch Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung und der Untreue. Zuvor hatten die »Lübecker Nachrichten« berichtet. Hintergrund sind offenbar E-Mails, in denen der Tierschützer Robert Marc Lehmann beleidigt wird, der bei den Walrettungsversuchen vorübergehend dabei war.
Unstrittig ist, dass Sven Partheil-Böhnke nicht begeistert vom Verhalten Lehmanns war. Gegenüber der »Bild« sagte er Anfang April unter anderem, die Zusammenarbeit mit dem Tierschützer sei »sehr schwierig« und dessen Annahmen seien »zu 100 Prozent falsch« gewesen. Der Politiker warf Lehmann vor, dass es ihm mehr um Selbstdarstellung als das Wohl des Tiers gegangen sei.
Was Experten sagen
Der Tierschützer reiste wütend ab. Blieb es bei dieser Kritik, oder verschickte Partheil-Böhnke auch Nachrichten, die in ihrer Wortwahl noch harscher sind? Bereits im April wurden E-Mails, verschickt vom Account des Bürgermeisters an Bürgerinnen und Bürger, öffentlich, in denen es etwa hieß: »Herr Lehmann ist ein absolut inkompetenter, selbstdarstellerischer Spinner.
«Hackerangriff vorgetäuscht? Details wollte Peterlein von der Staatsanwaltschaft Lübeck nicht bestätigen, sagte jedoch, es bestehe der Verdacht, Partheil-Böhnke habe »wahrheitswidrig« angegeben, dass fremde Personen auf sein E-Mail-Konto zugegriffen hätten. Ausgangspunkt für die Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat seien »öffentlichkeitswirksame Äußerungen des Beschuldigten« gewesen.
Ende Mai hatte der Bürgermeister in einem Interview mit den »Lübecker Nachrichten« gesagt: »Mein Account beziehungsweise mein Handy wurde gehackt und etwa 30 E-Mails wurden unter meinem Namen verschickt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




