
Toleranz im Verkehr: Ein bisschen mehr Gelassenheit, bitte!
Toleranz im Verkehr : Ein bisschen mehr Gelassenheit, bitte! Ein Kommentar von Marie Lisa Kehler 11.05.2026, 08:42Lesezeit: 2 Min. Trotz des roten Streifens: Fahrradfahrer sollten nicht davon ausgehen, dass sie gesehen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Toleranz im Verkehr : Ein bisschen mehr Gelassenheit, bitte! Ein Kommentar von Marie Lisa Kehler 11. 2026, 08:42Lesezeit: 2 Min.
Trotz des roten Streifens: Fahrradfahrer sollten nicht davon ausgehen, dass sie gesehen werden. dpaIm Straßenverkehr sollte es nicht immer darum gehen, das eigene Recht durchzusetzen, sondern auch darum, großzügig über die Fehler anderer hinwegzusehen. Das kann Leben retten – und schult die Toleranz.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Radfahrerin, die mit ihrem Kind im Kindersitz einem rechtsabbiegenden Autofahrer den Vortritt gelassen hatte, ist irritiert. Sie wollte vermeiden, übersehen zu werden, und ist deshalb auf den Bürgersteig ausgewichen. Den aufmerksamen Autofahrer hat das frustriert.
“ Dabei hatte sie einfach nicht von ihrem Recht Gebrauch gemacht, geradeaus zu fahren. Zu oft schon kam es zu heiklen Situationen an genau dieser Stelle. Diese Entscheidung hat ihr den Stinkefinger eingebracht.
Ein Einzelfall ist ein solcher Wutausbruch nicht. Der Straßenverkehr ist eines der komplexesten sozialen Experimente der Gesellschaft. Tausende von Menschen nehmen daran teil.
Was Experten sagen
Sie alle sind unterschiedlich erfahren, unterschiedlich ausgeruht, unterschiedlich aufmerksam – und sie alle sind der stillen Überzeugung, immer im Recht zu sein. Im Recht sein kann trotzdem das Leben kostenNatürlich gibt es ein Regelwerk, das helfen soll, sich unfallfrei durch den Verkehr zu bewegen. Aber Fehler wird es immer geben, solange es Menschen sind, die manchmal im Bruchteil einer Sekunde eine Entscheidung treffen müssen.
Wie umgehen mit einem Stinkefinger? Mit den Schimpfwörtern? Mit der entladenen Aggression?
Die Haltung, dass im Straßenverkehr gegenseitige Rücksichtnahme keine Schwäche ist, sondern Vernunft, kann helfen. Wer physisch mehr zu verlieren hat – etwa als Fußgänger, Radfahrer oder Motorradfahrer – trägt eine besondere Verantwortung. In erster Linie für das eigene Leben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





