
Trollende AfD-Mitarbeiter: Mobbing auf Staatskosten?
Trollende AfD-Mitarbeiter : Mobbing auf Staatskosten? Von Justus Bender 02.05.2026, 07:00 Lesezeit: 9 Min. Bildbeschreibung ausklappen Teilnehmer auf dem Landesparteitag der AfD Brandenburg stimmen am 14. März in der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trollende AfD-Mitarbeiter : Mobbing auf Staatskosten? Von Justus Bender 02. 2026, 07:00 Lesezeit: 9 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Teilnehmer auf dem Landesparteitag der AfD Brandenburg stimmen am 14. März in der Uckerseehalle in Prenzlau ab. dpa AfD-Abgeordnete sollen Parlamentsmitarbeiter beauftragt haben, Parteifreunde zu terrorisieren.
Die Einzelheiten
Eingeweihte sagen: Das ist in der AfD so üblich. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Neulich trat bei der AfD der verteidigungspolitische Sprecher Rüdiger Lucassen zurück. Das war eine große Sache, weil gesagt wurde, nun hätten die Russlandfreunde gegen einen der letzten NATO-Offiziere in der AfD triumphiert.
Und weil alle so geblendet waren von diesem Spektakel, übersahen sie eine kleine Randbemerkung, die Lucassen in einem seiner langen Textbeiträge auf der Plattform X machte. Er beklagte sich nämlich über das Mobbing seiner Gegner und schrieb an den Thüringer Abgeordneten Torben Braga: „Da sind aber auch viele anonyme Accounts, die gegen mich zu Felde ziehen, von denen wir aber beide (teils sehr genau) wissen, bei wem sie auf der Partei-Payroll stehen. “ Was Lucassen nur nebenbei bemerkte, war eigentlich eine Enthüllung.
Er sagte, dass anonyme Trolle von der Partei bezahlt werden. Dass es also digitale Söldner gibt im AfD-Umfeld, die Menschen mit einer unliebsamen Meinung niedermachen. Das wäre ein Angriff auf die parteiinterne Demokratie, es würde anderen Mitgliedern und den Funktionären eine Öffentlichkeit vorgaukeln, die nicht existiert.
Was Experten sagen
Wenn Widerspruch gekauft werden kann, gewinnt einen Streit nicht derjenige, der überzeugender argumentiert, sondern derjenige, der sich einen Sieg leisten kann. --> Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Das wirft Fragen auf.
Die erste lautet natürlich, ob es stimmt, was Lucassen sagt. Und wenn es stimmt: Wieso finanziert die AfD nur Trolle der einen Seite, nicht auch der anderen? Und wer sind diese Söldner, die sich anwerben lassen?
Und je nachdem, wer das Ganze finanziert: Ist das legal? hat seither mit etlichen AfD-Abgeordneten und ihren Mitarbeitern und Beratern gesprochen. Offen konnten diese nur sprechen, weil ihnen zugesichert wurde, ihre Namen nicht zu nennen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




