
Trump reist nach Peking: Ein Deal und sonst nicht viel
Trump reist nach Peking : Ein Deal und sonst nicht viel Von Gustav Theile, Shanghai , Winand von Petersdorff, Washington 13.05.2026, 06:13Lesezeit: 5 Min. Der Himmelstempel in Peking: Hier sollen Trump und Xi...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trump reist nach Peking : Ein Deal und sonst nicht viel Von Gustav Theile, Shanghai , Winand von Petersdorff, Washington 13. 2026, 06:13Lesezeit: 5 Min. Der Himmelstempel in Peking: Hier sollen Trump und Xi zusammentreffen.
Picture AllianceDas erste Mal seit neuneinhalb Jahren reist ein US-Präsident nach China. Damit endet eine historisch lange Pause. Trump drängt auf Vereinbarungen.
Die Einzelheiten
Die Frage ist: Überreizt Xi sein Blatt? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn Donald Trump Mitte dieser Woche Pekinger Boden betritt, ist eine historisch lange Phase vorbei. Vor neuneinhalb Jahren war Donald Trump selbst der letzte US-Präsident, der China besuchte.
Seit Richard Nixon im Jahr 1972 als erster US-Präsident die Volksrepublik besuchte, währte die Eiszeit nur einmal länger: in den knapp zehn Jahren nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989. Diese historischen Dimensionen machen deutlich, wie viel auf dem Spiel steht. Und doch sind die Erwartungen minimal, dass es zu konkreten Durchbrüchen kommt, heißt es im Vorfeld einhellig aus den Denkfabriken in Washington und Peking.
Welche Themen aus ökonomischer Sicht die Agenda beherrschen, zeigen zwei Treffen. Vergangene Woche war Irans Außenminister zu Gesprächen in Peking. China drückte damit aus, dass es zunehmend eine Vermittlerrolle im Irankrieg anstrebt.
Was Experten sagen
An diesem Dienstag und Mittwoch besprechen nun US-Finanzminister Scott Bessent und China-Vizepremier He Lifeng in Südkorea die letzten Details, bevor wenige Stunden später der Gipfel der Präsidenten Trump und Xi Jinping startet. Bessents Rolle ist wichtig: Anders als unter Trumps Vorgänger Joe Biden kommt der Verhandlungsführer auf US-Seite nicht aus dem Sicherheitsapparat, sondern aus der Wirtschaftspolitik. Die niedrig hängenden FrüchteDenn Trump drängt auf Deals.
Als mögliche Felder, auf denen es zu Einigungen kommen könnte, gelten die Landwirtschaft, die Energie, die Luftfahrt und die Bekämpfung der Drogenepidemie in den USA. China könnte mehr Sojabohnen und mehr Flüssiggas in den USA kaufen, mehr Flugzeuge des angeschlagenen US-Herstellers Boeing bestellen und mehr gegen das Schmuggeln des Drogenrohstoffs Fentanyl tun, der die Drogenepidemie in den USA befeuert. Manche Beobachter halten auch ein Abkommen für möglich, das deutlich höhere chinesische Investitionen in den USA ermöglicht.
„Ich hoffe auf Durchbrüche bei den Investitionsabkommen“, sagt Wu Xinbo, Professor für Internationale Beziehungen und Direktor des Zentrums für Amerikastudien an der Fudan-Universität. Die Investitionen sollten in beide Richtungen gehen, aber vor allem gehe es ihm um chinesische Investitionen in den USA. Doch dagegen gibt es in den USA große Widerstände im Kongress und etwa von der US-Automobillobby.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





