
TV-Kritik „maybrit illner“: „Was ist da los mit diesem Mann?“
TV-Kritik „maybrit illner“ : „Was ist da los mit diesem Mann?“ Von Frauke Steffens 17.07.2026, 03:54Lesezeit: 5 Min. Die Moderatorin Maybrit Illner mit ihren GästenScreenshot ZDF Maybrit Illner Sendung 16.7.2026Bei...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: TV-Kritik „maybrit illner“ : „Was ist da los mit diesem Mann? “ Von Frauke Steffens 17. 2026, 03:54Lesezeit: 5 Min.
Die Moderatorin Maybrit Illner mit ihren GästenScreenshot ZDF Maybrit Illner Sendung 16. 2026Bei „maybrit illner“ soll sich Gesundheitsministerin Nina Warken Fragen zum neuen Sparpaket stellen. Und einige Gäste fragen sich, warum der Kanzler eigentlich so besessen von vermeintlich faulen Arbeitnehmern ist.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Ministerin selbst nannte ihre Reform eine Zumutung, wenn auch eine notwendige, die erste Frage der Moderatorin enthielt das Wort „Ruine“, und auch im Titel der Sendung klang es gleich an: So richtig zufrieden ist niemand mit dem von der Koalition beschlossenen Sparpaket im Gesundheitswesen. Unter der Überschrift „Gesundheit nach Kassenlage – Sparen bis kein Arzt kommt? “ sollte sich CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken bei Maybrit Illner den kritischen Kommentaren der anderen Gäste stellen.
Eingeladen waren die grüne Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang, Hausärztin Sibylle Katzenstein, Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse und Melanie Amann, Chefredakteurin Digital der Funke Zentralredaktion. Später kam per Schalte aus Hannover Bernd Lange (SPD) dazu, sozialdemokratischer Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament. Illner eröffnete die Runde mit einem warnenden Zitat von Warken, wonach man nicht mehr wahllos Bausteine aus der Reform entfernen könne, ohne das gesamte Konstrukt ins Wanken zu bringen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Gestutzte ReformAngesichts der Tatsache, dass von 42 Milliarden Euro Einsparpotenzial im nun beschlossenen Paket noch Maßnahmen im Wert von 16,3 Milliarden übrig seien, sei doch die Frage, ob es sich nun um eine Ruine handele, so die Moderatorin. Warken wiegelte ab: Das Ganze sei natürlich ein politischer Kompromiss, alle Beteiligten müssten ihren Beitrag leisten und die „Grundgedanken“ der Expertenkommission würden immerhin umgesetzt.
Was Experten sagen
Die Ministerin räumte ein, dass es in den kommenden Jahren weitere Sparrunden geben müsse. Um das Bild der Ruine noch etwas zu politisieren, fragte Illner anschließend Lang, ob nicht auch die vorherige Regierungskoalition mit verantwortlich für die strukturellen Probleme im Gesundheitssystem sei. Doch Lang nahm das nur insofern an, als man sich natürlich stets bemüht habe, mehr zu erreichen – sie sei weiterhin für eine Bürgerversicherung und eine stärkere steuerliche Finanzierung des Gesundheitssystems.
An Warkens Maßnahmen übte Lang Kritik: Patienten müssten noch mehr zahlen, Jobs im Gesundheitswesen gingen durch den Kostendruck verloren und die Situation der Bürgergeldempfänger sei weiterhin nicht gelöst. Die Ministerin bringe das Land nur weiter voran auf dem Weg in eine Zweiklassenmedizin, etwa im Bereich der Psychotherapie, bei der künftig im Budget gespart werden soll.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





