
Übernahmeangebot ist nun offiziell: Unicredit geht gestärkt in den Kampf um die Commerzbank
Übernahmeangebot ist nun offiziell : Unicredit geht gestärkt in den Kampf um die Commerzbank Von Christian Schubert, Rom 05.05.2026, 11:43 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Rücken gestärkt: Der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Übernahmeangebot ist nun offiziell : Unicredit geht gestärkt in den Kampf um die Commerzbank Von Christian Schubert, Rom 05. 2026, 11:43 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Rücken gestärkt: Der Unicredit-Vorstandsvorsitzende Andrea Orcel Ab heute läuft die Frist für Commerzbank-Aktionäre.
Die Unicredit erwartet aber nicht, mit ihrem ersten Übernahmeangebot die Kontrolle zu erlangen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die italienische Bank Unicredit hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem Rekordergebnis begonnen. Im ersten Quartal legte der Nettogewinn gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 16,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu.
Die Einzelheiten
Der Vorstandsvorsitzende Andrea Orcel betonte die Resilienz des diversifizierten Unicredit-Geschäftsmodells trotz einer unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Lage. „Diese Ergebnisse spiegeln die disziplinierte Umsetzung an allen Schalthebeln wider – Umsatzwachstum, Kosteneffizienz und Kapitalstärke“, sagte er. Die Bank erhöhte ihren Ausblick für das Gesamtjahr leicht.
Sie erwartet nun einen Nettogewinn von 11 Milliarden Euro „oder mehr“, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt. Zuvor war nur von „ungefähr“ elf Milliarden Euro die Rede. Die Aktionäre applaudierten dem Ergebnis am Dienstagvormittag mit einem Kursplus von 3,4 Prozent auf gut 66 Euro.
„Die Ergebnisse übertreffen die Erwartungen wegen des guten Umsatzes und der exzellenten Verwaltung der Kosten“, notierten die Analysten des italienischen Brokerhauses Equita. Mit dem Ergebnis unterstreicht Unicredit nach eigener Auffassung ihren Anspruch, gegenüber der Commerzbank das überlegene Geschäftsmodell zu haben. Daher glaubt die italienische Bank, durch einen Zusammenschluss noch bessere Ergebnisse erzielen zu können.
Was Experten sagen
Umtauschverhältnis ungünstig für Commerzbank-Aktionäre An diesem Dienstag beginnt die sechswöchige Umtauschfrist für die Commerzbank-Übernahme. Das Umtauschverhältnis beträgt, wie schon am 16. März bekanntgegeben, 0,485 Unicredit-Aktien gegen eine Commerzbank-Aktie.
Nach jetzigem Stand würden die Commerzbank-Aktionäre damit einen Verlust hinnehmen, wenn sie ihre Anteile tauschen. Die Commerzbank-Aktie legte am Dienstagvormittag um 2,5 Prozent auf gut 35 Euro zu. Nach dem aktuellen Tauschverhältnis beläuft das Unicredit-Angebot sich auf gut 32 Euro.
Unicredit hofft, die Commerzbank-Aktionäre mit dem Verweis auf bessere Zukunftsaussichten überzeugen zu können. Orcel sagte vor Analysten am Dienstag, dass Unicredit „diszipliniert“ vorgehe. Unicredit strebt mit dem derzeitigen Übernahmeangebot in einem ersten Schritt nur das Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle an, um dann mehr Freiheiten bei weiteren Zukäufen zu haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





