
Umfrage des Handelsverbandes BGA: Weniger Auswahl bei Lebensmitteln befürchtet
Umfrage des Handelsverbandes BGA : Weniger Auswahl bei Lebensmitteln befürchtet Von Patrick Welter 07.05.2026, 18:04Lesezeit: 4 Min. Teure Transporte: Die Groß- und Außenhändler klagen über hohe Kosten.dpaDer Groß- und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umfrage des Handelsverbandes BGA : Weniger Auswahl bei Lebensmitteln befürchtet Von Patrick Welter 07. 2026, 18:04Lesezeit: 4 Min. Teure Transporte: Die Groß- und Außenhändler klagen über hohe Kosten.
dpaDer Groß- und Einzelhandel warnt vor den schädlichen wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs für Deutschland. Zugleich steigen im März, nach Beginn des Kriegs, die Aufträge der deutschen Industrie sehr. Wie passt das zusammen?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die wirtschaftlichen Schäden durch die Sperrung der Straße von Hormus werden die deutsche Wirtschaft erst in den kommenden Monaten mit voller Wucht treffen. Darauf deuten die Ergebnisse einer Blitzfrage des Handelsverbandes BGA hin, die der F. Danach rechnen die befragten mittelständischen Unternehmen des Groß- und Außenhandels in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Preisen, gestörten Lieferketten und Engpässen bei Material und Waren.
„Die Störung des Handels in der Straße von Hormus ist kein kurzfristiger, isolierter Schock, sondern ein struktureller Einschnitt für den Welthandel“, sagte Dirk Jandura, der Präsident des BGA. „Die Versorgung der Bevölkerung ist nicht gefährdet“, beruhigte Jandura zugleich. Er warnte aber vor Einschränkungen der Angebotsvielfalt im Bereich von Lebensmitteln und anderen Waren.
Unternehmen geben Kosten an Kunden weiterNach der Umfrage sind mit 90 Prozent fast alle der befragten mittelständischen Handelsunternehmen durch steigende Transport- und Versicherungskosten betroffen, vor allem im Straßenverkehr. 77 Prozent klagten über höhere Energiepreise, mehr als 50 Prozent über längere Lieferzeiten. Die Handelsunternehmen wehren sich gegen die wirtschaftliche Unbill vor allem so: Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen reichen die gestiegenen Kosten an ihre Kunden weiter.
Was Experten sagen
Damit baut sich weiterer Preisdruck in den Lieferketten auf, der in den kommenden Monaten auch zu einer höheren Inflationsrate führen dürfte. „90 Prozent der Befragten können die gestiegenen Kosten noch an ihre Kunden weitergeben“, sagte Jandura. Irgendwann lohne sich das aber nicht mehr, weder für den Verkäufer noch für den Käufer.
Dazu sei der Standort Deutschland mit den hohen Arbeits- und Energiekosten im europäischen Vergleich jetzt schon zu teuer. „Die Krise am Golf wirkt wie ein Katalysator für den Niedergang des Wirtschaftsstandortes“, sagte der BGA-Präsident. Die Industrie erhält im März fünf Prozent mehr AufträgeDer düsteren Stimmung in den Kreisen des Groß- und Außenhandels steht entgegen, dass die deutsche Industrie im ersten Monat des Irankriegs überraschend viele Aufträge erhielt.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg der Auftragseingang im März um fünf Prozent gegenüber dem Vormonat. Anders als in den Vormonaten spiegelt der starke Anstieg nicht nur Großaufträge wider, sondern deutet auch auf eine breitere Aufwärtsbewegung hin. Die Inlandsaufträge stiegen um vier Prozent, die Auslandsaufträge um 5,6 Prozent.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





