
»Ungeskriptet« mit Björn Höcke: Ben Berndts wehrt sich offenbar gegen Podcast-Änderung
Forderung von Medienbehörde »Ungeskriptet«-Podcaster wehrt sich offenbar gegen Überarbeitung des Höcke-Gesprächs Die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen fordert Ben Berndt auf, eine SA-Passage im Podcast mit...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Forderung von Medienbehörde »Ungeskriptet«-Podcaster wehrt sich offenbar gegen Überarbeitung des Höcke-Gesprächs Die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen fordert Ben Berndt auf, eine SA-Passage im Podcast mit Björn Höcke nachträglich zu überarbeiten. Nun hat dessen Anwalt laut einem Bericht reagiert – mit Vorwürfen gegen die Behörde. 02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Podcaster Berndt Foto: Rolf Vennenbernd / dpa / picture alliance Die Kontroverse über das Gespräch zwischen dem AfD-Politiker Björn Höcke und dem populären Podcaster Ben Berndt geht in eine neue Runde. Im Format »Ungeskriptet« hatte Berndt dem Rechtsextremen eine Bühne geboten, Höcke konnte dort seine radikalen Ansichten vortragen – ohne kritische Nachfragen.
Die Einzelheiten
Nun wehrt sich Berndt laut einem Bericht der »Welt« gegen Versuche der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt, den Podcast nachträglich zu überarbeiten. Konkret drängt die Behörde darauf, eine Passage zu ändern, in der es um Höckes Strafverfahren wegen seines wiederholt geäußerten Satzes »Alles für Deutschland« geht. Höcke behauptete im Podcast, die SA habe kein Motto gehabt – laut der Landesmedienanstalt ist das eine »Tatsachenbehauptung, die dem Beweis zugänglich ist«.
Mehr zum Thema AfD-Politiker als Talkgast: Wer ist der Podcaster, der Björn Höcke viereinhalb Stunden lang eine Bühne bietet? Von Felix Keßler und Anastasia Trenkler Krudes Podcast-Interview: Björn Höcke spricht den Westdeutschen das Deutschsein ab Schulterschluss im Internet: Wie BSW und AfD bei YouTube gemeinsam um die Jugend buhlen Von Marc Röhlig Berndts Anwalt reagierte nun und nannte die Landesmedienanstalt eine »Zensurbehörde«, so zitiert die »Welt« aus dem Anwaltsschreiben. Demnach sei die Behörde »keine staatliche Schlussredaktion für mediale Inhalte«, heißt es im Schreiben.
»Sie maßen sich eine Prüfungs-, Bewertungs- und Korrekturkompetenz für politische Interviews an, die Ihnen von Verfassungs wegen nicht zusteht. « Eine Behörde, die einem Presseanbieter mitteilt, welche Aussagen eines politischen Gesprächspartners er zu kommentieren, richtigzustellen oder mit Hinweisen zu versehen hat, nehme »die Funktion einer Zensurbehörde wahr«, heißt es weiter. Vorwurf der »Einschüchterungssemantik«Die Landesmedienanstalten kontrollierten ursprünglich private Rundfunksender.
Was Experten sagen
Später kam die Aufgabe hinzu, auch bei Telemedien – also Angeboten im Internet – die Einhaltung von Standards zu sichern. Entsprechend berufen sich die Behörden darauf, bei journalistischen Angeboten auf die Einhaltung von Standards zu pochen. Als journalistisch gilt in dem Sinne nicht nur, wer mit großer Redaktion arbeitet – auch Einzelpersonen, die Interviews führen und aufbereiten, arbeiten journalistisch.
Also eben auch Blogger oder Podcaster wie Ben Berndt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





