
UniCredit-Übernahmeversuch der Commerzbank: Von verstecktem Foulspiel zu offener Konfrontation
Übernahmeschlacht um Commerzbank Von verstecktem Foulspiel zu offener Konfrontation Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und UniCredit artet in eine regelrechte Schlammschlacht aus. UniCredit droht dem...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Übernahmeschlacht um Commerzbank Von verstecktem Foulspiel zu offener Konfrontation Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und UniCredit artet in eine regelrechte Schlammschlacht aus. UniCredit droht dem Commerzbank-Vorstand indirekt mit Absetzung. Und beide Seiten rufen die Finanzaufsicht zu Hilfe.
16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main: Angebot unter Marktpreis Foto: Andreas Arnold / dpa Das Tauziehen um die Commerzbank entwickelt sich immer mehr zur Schlammschlacht.
Die Einzelheiten
Die italienische Großbank UniCredit, die die Frankfurter Bank gegen deren Willen übernehmen will, wirft der Commerzbank-Führung um Bettina Orlopp inzwischen offene Obstruktion vor und drohte indirekt damit, die Macht im Aufsichtsrat des Frankfurter Geldhauses zu übernehmen. Dann könne man den Commerzbank-Vorstand abberufen. Bisher ist UniCredit als Großaktionär nicht im Aufsichtsrat vertreten.
Die Commerzbank hatte die Frage aufgeworfen, weshalb Aktionäre UniCredit fast zwölf Prozent ihrer Aktien angedient hätten, obwohl das angesichts des Aktienkurses derzeit ein schlechtes Geschäft für sie sei. »Wir wollten nur sicherstellen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass das jetzt ein attraktives Angebot ist. « »Wir tun eigentlich nichts dafür, um das hochzuspielen«, konterte Orlopp auf einer Veranstaltung die Vorwürfe.
Aber es sei ökonomisch irrational, das UniCredit-Angebot anzunehmen. »Wir wollten nur sicherstellen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass das jetzt ein attraktives Angebot ist. « Die Anteilseigner, die ihre Aktien angedient hätten, seien nach Erkenntnissen der Commerzbank über Derivate mit UniCredit verbunden.
Was Experten sagen
Zusammen mit den 26,8 Prozent, die UniCredit bereits an der Commerzbank hält, kommen die Italiener zwei Tage vor Ablauf der Annahmefrist auf 38,6 Prozent an der Commerzbank. Über Optionen, die in Aktien getauscht werden können, könnte UniCredit bis auf 41,8 Prozent aufstocken. »Behauptungen, die tatsächliche Zahl der eingelieferten Aktien sei niedriger, (…) sind falsch und entbehren jeder Grundlage«, teilte UniCredit mit.
»Eingelieferte Aktien sind eingelieferte Aktien und unwiderruflich gebunden«. UniCredit hatte offengelegt, dass sie Derivategeschäfte mit Banken eingegangen war, mit denen sie sich gegen Kursverluste mit Commerzbank-Aktien absichern wollte. Insidern zufolge sind diese nicht mit normalen, sondern mit angedienten Commerzbank-Aktien unterlegt.
Damit könnten die UniCredit-Partner einen Anreiz haben, auf das Tauschangebot einzugehen. Unzulässige Absprachen?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





