
Urlaub im Ausland: „Impfungen sind wichtig, decken aber nur einen Teil ab“
Urlaub im Ausland : „Impfungen sind wichtig, decken aber nur einen Teil ab“ Von Paula Haase 14.05.2026, 14:40Lesezeit: 7 Min. Überall dort, wo Menschen viel reisen, verbreiten sich auch Krankheiten, die nicht selten aus...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Urlaub im Ausland : „Impfungen sind wichtig, decken aber nur einen Teil ab“ Von Paula Haase 14. 2026, 14:40Lesezeit: 7 Min. Überall dort, wo Menschen viel reisen, verbreiten sich auch Krankheiten, die nicht selten aus fernen Ländern mitgebracht werden.
Jannis SchubertNach den Hantavirus-Fällen auf einem Kreuzfahrtschiff zeigt sich, wie wichtig Vorsorge ist. Mit welchen Krankheiten sich Reisende noch befassen sollten und warum Mücken mittlerweile auch in Europa ein Risiko sind, erklärt Virologe Niko Kohmer. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Kohmer, seit dem Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff spricht ganz Deutschland über das Hantavirus.
Die Einzelheiten
Was ist daran so besonders? Hantaviren kennen wir schon lange, auch in Europa. Bei uns verursachen die Varianten meist milde, grippeartige Symptome.
Manchmal mit Nierenbeteiligung bis hin zum Nierenversagen. Die Sterblichkeit ist aber sehr niedrig. Beim südamerikanischen Andes-Typ, mit dem wir es hier zu tun haben, ist das anders: Er kann Lunge und Herz stark betreffen.
Die Sterblichkeit ist mit etwa 30 bis 40 Prozent sehr hoch. Es gibt bei diesem Typ zudem Hinweise, dass eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung möglich sein könnte – das ist bei den europäischen Varianten nicht so. Bereitet Ihnen dieser Ausbruch Sorge?
Was Experten sagen
Nicht wirklich, aber man sollte wachsam bleiben. Solche südamerikanischen Varianten verursachen immer mal lokal kleinere Ausbrüche. Besonderheit hier ist eher der Kontext: ein Kreuzfahrtschiff, das zu entlegenen Orten fährt – mit Ausflügen in die Natur, bei denen Nagetierkontakt oder Kontakt mit Nagetierausscheidungen grundsätzlich denkbar ist.
Und dass es sich um die Andes-Variante mit möglichen weiteren Mensch-zu-Mensch-Übertragungen auf einem Kreuzfahrtschiff handelt. Die konkrete Infektionsquelle im aktuellen Fall ist bisher nicht bekannt. Vier deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs Hondius wurden zur Untersuchung in das Uniklinikum in Frankfurt gebracht.
Hatten Sie mit den Fällen zu tun? Wir haben als virologisches Institut Proben orientierend auf Antikörper untersucht, als Hinweis, ob es bereits Kontakt mit dem Virus gab. Parallel wurden Proben nach Marburg geschickt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





