
Urteil gegen Polizisten: Neun Schläge in neun Sekunden
Urteil gegen Polizisten : Neun Schläge in neun Sekunden Von Marie Ladstätter 19.05.2026, 19:28Lesezeit: 2 Min. Im Frankfurter Bahnhofsviertel kommt es immer wieder zu heiklen Situationen.dpaEin 65 Jahre alter Mann wurde...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Urteil gegen Polizisten : Neun Schläge in neun Sekunden Von Marie Ladstätter 19. 2026, 19:28Lesezeit: 2 Min. Im Frankfurter Bahnhofsviertel kommt es immer wieder zu heiklen Situationen.
dpaEin 65 Jahre alter Mann wurde im Frankfurter Bahnhofsviertel mehrfach ins Gesicht und auf den Hinterkopf geschlagen. Nun sind zwei Polizeibeamte wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am Frankfurter Amtsgericht sind am Dienstag ein 27 Jahre alter Polizist und eine 23 Jahre alte Polizistin wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt verurteilt worden.
Die Einzelheiten
Das Gericht sah zudem den Zusatz der Lebensgefahr als erfüllt an. Der Polizist erhielt eine Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung sowie die Auflage, 1750 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Gegen seine Kollegin verhängte das Gericht eine Verwarnung von 10.
200 Euro sowie 750 Euro Schmerzensgeld. Die beiden Beamten waren wegen eines Vorfalls vom 14. März 2025 angeklagt, bei dem ein 65 Jahre alter Mann verletzt wurde.
Ursprünglich war dem Polizisten Körperverletzung im Amt vorgeworfen worden, der Polizistin unterlassene Hilfeleistung. Am zweiten Verhandlungstag verschärfte das Gericht die Anklage hin zur gefährlichen Körperverletzung im Amt – für beide Beamte. Laut Anklage saßen die Polizisten im Frankfurter Bahnhofsviertel in ihrem Auto, als das spätere Opfer sie mit den Worten „Was guckst du, willst du Ärger?
Was Experten sagen
Die Polizisten seien ausgestiegen, um eine Personenkontrolle durchzuführen. Der Mann habe sich geweigert und habe sich zwischen zwei Fahrzeuge gestellt. Der angeklagte Polizist soll den Mann zunächst in Richtung Bürgersteig gestoßen und anschließend versucht haben, ihn zu Boden zu bringen.
Der Geschädigte habe sich dabei an einem parkenden Auto festgehalten. Nach Überzeugung des Gerichts schlug der Polizist dem Mann insgesamt neunmal innerhalb von neun Sekunden gegen Gesicht und Hinterkopf. Ein Video eines Zeugen und Fotos der Verletzungen dienten dem Gericht dabei als Beweismittel.
Seine Kollegin soll während der Schläge die rechte Hand des Geschädigten festgehalten haben. Das Gericht wertete dies als Indiz für eine gemeinschaftliche Begehung. Das Gericht geht von einem Einzelfall ausDie Verteidigung widersprach dieser Darstellung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





