
Urteil in Zweibrücken: Weniger Kontrollen? Mehr Respekt!
Urteil in Zweibrücken : Weniger Kontrollen? Mehr Respekt! Ein Kommentar von Thomas Jansen 09.07.2026, 19:28Lesezeit: 2 Min. Erdal Calar, der Vater des getöteten Zugbegleiters Serkan Calar, zeigt am 24. Juni im...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Urteil in Zweibrücken : Weniger Kontrollen? Ein Kommentar von Thomas Jansen 09. 2026, 19:28Lesezeit: 2 Min.
Erdal Calar, der Vater des getöteten Zugbegleiters Serkan Calar, zeigt am 24. Juni im Landgericht Zweibrücken ein Bild des Opfers. dpaNach dem Urteil wegen des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter darf die politische Debatte nicht enden.
Die Einzelheiten
Denn sie geht bisher am Kern des Problems vorbei. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Juristisch ist der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in einer Regionalbahn nach fünf Monaten zumindest vorläufig zu einem Abschluss gelangt. Ob die zehnjährige Haftstrafe für den Täter ein „Fehlurteil“ ist, wie die Angehörigen des Opfers meinen, wird wohl der Bundesgerichtshof klären müssen.
Keine juristische Expertise erfordert hingegen die politische Debatte nach der Gewalttat. Wer sie verfolgte, konnte bisweilen den schrägen Eindruck gewinnen, dass die Bahn mindestens eine Mitschuld an der Gewalttat trage: Da wurde gefragt, warum sie nur so altmodisch an peniblen Fahrkartenkontrollen festhalte. Warum sie die Passagiere nötige, neben ihrer Fahrkarte auch noch ihren Personalausweis hervorzukramen, statt ein Ticket mit Passbild anzubieten.
Da dürfe man sich doch nicht wundern, wurde suggeriert, wenn dem ein oder anderen eben mal die Hutschnur platzt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen 200 neue Sicherheitsleute und mehr Bodycams sind nicht genugDie Deutsche Bahn trug zu dieser Karikatur bei, indem sie als Reaktion die verpflichtende Ausweisüberprüfung in Regionalzügen im Rahmen von Fahrkartenkontrollen aufhob.
Was Experten sagen
Aber auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder stieß damals ins gleiche Horn. Der CDU-Politiker rechnete vor, man könne die Zahl der Gewalttaten um 18 Prozent senken, wenn man auf Ausweiskontrollen verzichte. Keine Frage: Pragmatische Ansätze zur Gewaltprävention können hilfreicher sein als die populistische Pose des harten Sheriffs, die dann in der Praxis nur Wahlkampfgetöse bleibt.
Es ist auch nicht so, als ob die Bahn sonst nichts unternommen hätte, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu verbessern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





