
USA: Chirurg soll Milz-OP verwechselt haben – Patientin stirbt nach Eingriff
OP mit Todesfolge in Florida Angeklagter Chirurg soll Leber statt Milz entfernt haben Ein Chirurg aus Florida steht wegen Totschlags vor Gericht. Er soll während einer Operation die zu entnehmenden Organe verwechselt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. OP mit Todesfolge in Florida Angeklagter Chirurg soll Leber statt Milz entfernt haben Ein Chirurg aus Florida steht wegen Totschlags vor Gericht. Er soll während einer Operation die zu entnehmenden Organe verwechselt haben. In einer Aussage nennt er den Fall »zutiefst bedauerlich«.
30 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Chirurgischer Eingriff (Symbolbild) Foto: Mikalai Sayevich / imageBROKER / picture alliance Der Fall liegt gut anderthalb Jahre zurück, nun kommt es zum Prozess: Ein Chirurg soll im US-Bundesstaat Florida einem 70-jährigen Patienten die Leber statt der Milz entfernt haben.
Die Einzelheiten
Der Mann verblutete demnach auf dem OP-Tisch. Der US-Sender »NBC« veröffentlichte nun die Protokolle einer achtstündigen Aussage des wegen Totschlags angeklagten Chirurgen Thomas Shaknovsky aus dem November 2025. Der 44-Jährige erklärte demnach, er sei durch den Tod des Patienten William Bryans »für immer traumatisiert«.
»Es ist eine verheerende Sache, mit der ich den Rest meines Lebens leben muss«, so der Chirurg, »und ich denke jeden einzelnen Tag daran. « In seiner Aussage erklärte der Arzt offenbar zudem, Operationen am falschen Körperteil könnten »unter schwierigen Umständen« vorkommen. Ablauf der tödlichen OperationShaknovsky schilderte demnach auch den Ablauf der tödlichen Operation im August 2024 und das Geschehen danach.
Er gab zu, nach der Entfernung von Bryans Leber eine Krankenschwester angewiesen zu haben, das Organ als »Milz« zu bezeichnen – und vermerkte dies auch in den postoperativen Unterlagen. Er sei zum Zeitpunkt von Bryans Tod »psychisch angeschlagen« gewesen und »am Boden zerstört, demoralisiert«. In einer von Bryans Witwe Beverly Bryan eingereichten Klage wird Shaknovsky ärztliches Fehlverhalten vorgeworfen.
Was Experten sagen
Wie NBC berichtet, wirft sie Shaknovsky vor, er habe »die Entfernung von Herrn Bryans Leber fälschlicherweise verschwiegen«, um »seine grobe Fahrlässigkeit zu vertuschen und die damit verbundene Peinlichkeit zu vermeiden«. Tatsächlich ist belegt, dass der Angeklagte eine Krankenschwester angewiesen hat, das entnommene Organ in den Unterlagen fälschlicherweise als »Milz« zu dokumentieren, um den Fehler zu vertuschen. Leber und Milz sind eigentlich nicht zu verwechselnShaknovsky versuchte in seiner Aussage laut NBC, das Vorgehen mit »Chaos im Operationssaal« zu rechtfertigen: So habe der Patient stark zu bluten begonnen und sein Herz habe aufgehört zu schlagen.
Das Team habe Herzdruckmassagen durchgeführt, er selbst habe versucht, die Blutungsquelle zu finden. »Ich konnte den Unterschied nicht erkennen, weil ich so aufgebracht war«, sagte er mit Blick auf das Organ, das er falsch identifiziert habe. Es sei »wie ein verstopftes, überlaufendes Waschbecken« gewesen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





