
Verfassungsschutz gegen China-Übernahme von Hafen-Logistiker
exklusiv Chinas Staatskonzern Cosco Verfassungsschutz gegen Übernahme von Logistiker Stand: 29.04.2026 • 06:00 Uhr Nach dem Einstieg im Hamburger Hafen will Chinas Staatskonzern Cosco nun auch einen traditionsreichen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. exklusiv Chinas Staatskonzern Cosco Verfassungsschutz gegen Übernahme von Logistiker Stand: 29. 2026 • 06:00 Uhr Nach dem Einstieg im Hamburger Hafen will Chinas Staatskonzern Cosco nun auch einen traditionsreichen Logistiker übernehmen. Nach Recherchen von WDR und NDR warnt der Verfassungsschutz vor dem Einfluss Pekings.
Von Tamara Anthony, NDR,, Manuel Bewarder, NDR/WDR und Florian Flade, WDR Die grünen Lkw mit dem gelben Schriftzug Zippel gelten bislang als Hamburger Institution. Seit 1876 transportiert der Logistikdienstleister Fracht - und bringt sie vom Hafen ins nahe und ferne Umland, früher vor allem per Lkw, seit einigen Jahren auch in Containern auf der Schiene. Nun aber soll ein Einschnitt bevorstehen: Die chinesische Staatsreederei Cosco will 80 Prozent von Zippel übernehmen.
Die Einzelheiten
Das Kartellamt gab bereits grünes Licht. Der wirtschaftliche Nutzen für Cosco scheint klar. Der Konzern würde direkten Zugriff auf das Logistikgeschäft rund um Deutschlands wichtigsten Hafen bekommen - und durch seine bereits bestehende Beteiligung an einem der Containerterminals Abfertigung und Weitertransport künftig kombinieren können.
Doch offenbar gibt es Widerstand gegen die chinesischen Expansionspläne. Laut Recherchen von WDR und NDR gibt es erhebliche Sicherheitsbedenken gegen die Übernahme Zippels durch den chinesischen Staatskonzern. So hat sich den Informationen zufolge das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) intern gegen den Einstieg von Cosco ausgesprochen.
2024 Studie zu Übernahmen in der Logistik Häfen sind "versteckte Juwelen" Häfen und Terminals haben sich in den vergangenen Jahren zu weltweit begehrten Übernahmezielen entwickelt. mehr Sorge vor einem weiteren Ausbreiten der Reederei Als Begründung soll der Verfassungsschutz die Sorge vor "kumulativen Erwerbsvorhaben" des chinesischen Staatskonzerns in Deutschland und in der Europäischen Union (EU) genannt haben - er warnt damit eindringlich vor einem weiteren strategischen Ausbreiten der Reederei - eines der wichtigsten Machthebel der Regierung in Peking. Die Warnung des Verfassungsschutzes ist von Bedeutung, weil die geplante Übernahme noch nicht vollzogen ist.
Was Experten sagen
Der Recherche zufolge läuft ein sogenanntes Investitionsprüfverfahren durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). Für genau dieses Prüfverfahren wurde die Stellungnahme des BfV herangezogen. Insgesamt sind an dem Prozess verschiedene Ministerien und Nachrichtendienste beteiligt.
Solche Investitionsprüfverfahren sollen mögliche negative Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen auf die "öffentliche Ordnung oder Sicherheit" Deutschlands vermeiden. Allein 2025 starteten nach Angaben des BMWE 339 dieser Verfahren - mehr als jemals zuvor. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren nur sehr wenige der geprüften Investitionen untersagt.
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