
Vom Vasallen zum Patron: Lukaschenko kostet Putins Schwäche aus
Vom Vasallen zum Patron : Lukaschenko kostet Putins Schwäche aus Von Friedrich Schmidt 26.06.2026, 17:29Lesezeit: 3 Min. Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) mit dem belarussischen Präsidenten Alexander...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vom Vasallen zum Patron : Lukaschenko kostet Putins Schwäche aus Von Friedrich Schmidt 26. 2026, 17:29Lesezeit: 3 Min. Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko am Rande des Gipfeltreffens der Obersten Eurasischen Wirtschaftsunion am 29.
Mai in Astana, KasachstanAPLukaschenko weist Putins Gesandte zurecht: Belarus lasse sich nicht in den Krieg ziehen. Zugleich liefert er Russland Treibstoff. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der belarussische Herrscher steht gerade unter Druck von Seiten Russlands wie der Ukraine.
Die Einzelheiten
Doch Alexandr Lukaschenko, der seit Mitte 1994 und damit fünfeinhalb Jahre länger herrscht als sein russischer Schutzherr, beobachtet genau, wie Kiew den Verteidigungskampf erfolgreich ins Hinterland von Wladimir Putins Invasoren trägt. Am Freitag wurde sogar auf der Krim, mit der Putins Eroberungen 2014 begannen und die nun von Kiews Drohnen gelähmt wird, der Ausnahmezustand verhängt. Putins Schwäche lässt Lukaschenko auftrumpfen.
Man solle Belarus nicht „in den Krieg hineinziehen“, sagte er am Donnerstag zwei Emissären Putins, die er in seinem Amtssitz, dem Minsker Unabhängigkeitspalast, empfing. „Und man sollte uns hier nicht dazu bringen, dass Boris Wjatscheslawowitsch einen Prozess organisiert, um uns in den Krieg hineinzuziehen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Gemeint war einer der beiden Gäste, Boris Gryslow. Der ist schon 75 Jahre alt, war einst Vorsitzender des Unterhauses, vertrat Russland später in der Trilateralen Kontaktgruppe zum Ukraine-Konflikt, ist seit Januar 2022 Botschafter in Belarus und steht daneben dem Obersten Rat der Machtpartei Einiges Russland vor. Lukaschenkos prominente GästeDer andere Russe an Lukaschenkos Tisch war nicht minder prominent: Andrej Worobjow, der Gouverneur des Gebiets um Moskau, wo derzeit nahezu täglich Drohnen einschlagen.
Was Experten sagen
Lukaschenko versprach Worobjow diesbezüglich jedwede Hilfe, „besonders“ im Bereich der Wirtschaft. Belarus verarbeitet russisches Öl in eigenen Raffinerien, daher steigt nun seine Bedeutung als Treibstofflieferant für Russland, dessen Produktion infolge der Drohnenschläge einbricht. 2020, während der Massenproteste, rettete Putin Lukaschenko, dem nun die Wandlung vom Vasallen zum Schutzpatron sichtlich behagt.
Die Einlassung gegenüber Gryslow konkretisiert, was Lukaschenko Ende Mai dem französischen Präsidenten und jüngst dem Sender Al Arabiya gesagt hatte: Die Ukraine habe von Belarus nichts zu befürchten, das belarussische Volk akzeptiere keinen Krieg. Gemeint war damit auch Putins Angriffskrieg, in dem Belarus 2022 als Aufmarschgebiet diente. Jetzt schien Lukaschenko zugleich das „Wall Street Journal“ zu bestätigen.
Das hat gerade berichtet, Russland übe seit Anfang dieses Jahres Druck auf Belarus aus, um das Land (neuerlich) als Vorposten im Krieg oder für „unkonventionelle Operationen“ gegen NATO-Länder zu benutzen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





