
Walfang: Island setzt umstrittene Jagd auf Finnwale fort
Nach dreijähriger Pause Islands Waljäger töten wieder Walfänger haben in Reykjavík zwei Finnwale erlegt. Tierschützer kritisieren die Praxis als »wirtschaftlich längst unrentabel und politisch nicht mehr zu...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Nach dreijähriger Pause Islands Waljäger töten wieder Walfänger haben in Reykjavík zwei Finnwale erlegt. Tierschützer kritisieren die Praxis als »wirtschaftlich längst unrentabel und politisch nicht mehr zu rechtfertigen«. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Walfangschiffe im Hafen von Reykjavík Foto: Steffen Trumpf / dpa / picture alliance aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Nach zwei Jahren Pause haben isländische Walfänger wieder Wale getötet.
Wie der Sender RUV berichtete, handelt es sich bei den zwei Finnwalen um die ersten in Island getöteten Wale seit 2023. Daniel Jonsson vom Walfangunternehmen Hvalur sagte dem Sender, die Meeressäuger seien am Sonntagabend »erfolgreich« erlegt worden und würden nun an Land gebracht. Von Tierschützern kam scharfe Kritik.
Island ist eines der wenigen Länder, in denen Wale noch gejagt werden dürfen. Für dieses Jahr gab das zuständige isländische Forschungsinstitut eine Fangquote von 150 Finn- sowie 168 Zwergwalen aus. Das Thema Walfang ist umstritten: Vor einigen Jahren hatte die damalige Lebensmittel- und Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir den Walfang aus Tierschutzgründen kurz vor dem Auslaufen der ersten Schiffe gestoppt.
Was Experten sagen
Ein dauerhaftes Ende, wie es sich Walschützer erhofft hatten, setzte der Schritt nicht. In dieser Saison nahm Hvalur, das eines von zwei verbliebenen Walfangunternehmen in Island ist, den Walfang wieder auf. Zwei Walfangschiffe legten am Freitagabend vom Hafen der Hauptstadt Reykjavík ab.
Tierschützer sehen Waljagd im Abwärtstrend»Diese Jagd ist wirtschaftlich längst unrentabel und politisch nicht mehr zu rechtfertigen«, sagte Pro-Wildlife-Meeresschutzexpertin Mona Schweizer. Sie sprach von einem Trend zur Abkehr von der Waljagd, der sich nicht mehr aufhalten lasse. Die isländische Gesellschaft wende sich vom Walfang ab, der einstige Abnehmer Japan verliere zudem als Absatzmarkt an Bedeutung.
Pro Wildlife fordert ein Ende des kommerziellen Walfangs und verweist darauf, dass die aktuelle Regierung in Reykjavík ein Walfangverbot für den Herbst dieses Jahres angekündigt habe. Mehr zum Thema Gewahrsam in Grönland: Walfanggegner Paul Watson ist frei und wird nicht ausgeliefert Umweltschützer entsetzt: Island erteilt trotz erheblicher Kritik neue Walfanglizenz Taktik zur Fortpflanzung bei Walen: Erholt sich die Population, singen die älteren Wal-Männchen Für Aufsehen sorgte ein Aktivist, der beim Auslaufen des Schiffes kurzzeitig an Bord war. Er habe nicht gewusst, was er noch anderes tun solle, um gegen den Walfang in seinem Land zu protestieren, sagte er »Vísir«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





