
Warner und Paramount: US-Bundesstaaten wollen Übernahme stoppen
Möglicher Verstoß gegen Wettbewerbsregeln US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahme durch Paramount Das Medienunternehmen Paramount will das Hollywood-Urgestein Warner für 111 Millionen Dollar übernehmen. Mehrere...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Möglicher Verstoß gegen Wettbewerbsregeln US-Bundesstaaten klagen gegen Warner-Übernahme durch Paramount Das Medienunternehmen Paramount will das Hollywood-Urgestein Warner für 111 Millionen Dollar übernehmen. Mehrere US-Bundesstaaten gehen nun dagegen vor. Eine Befürchtung: wachsender Enfluss von US-Präsident Trump.
56 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Paramount-Wasserturm in Hollywood Foto: Jae C.
Die Einzelheiten
Hong / AP Paramount darf den Konkurrenten Warner für 111 Milliarden US-Dollar kaufen, das entschied die US-Regierung im Juni. Doch nun ziehen zwölf US-Bundesstaaten vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins durch den Konkurrenten zu verhindern. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
Die zwölf US-Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage unter anderem, der Wegfall der Konkurrenz zwischen Warner und Paramount werde unter anderem die Filmtheater schwer treffen. Der Deal verletze Wettbewerbsregeln und müsse untersagt werden. Paramount konterte, die Klage verkenne die Wettbewerbs-Realität der Unterhaltungsbranche und basiere auf einer fehlerhaften Anwendung des Kartellrechts.
Man werde den Deal entschieden verteidigen. Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.
Was Experten sagen
Bild vergrößern Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta Foto: Daniel Cole / Kritik am JustizministeriumDie US-Regierung hatte den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaminggeschäft als auch in der Filmproduktion. Dem »Wall Street Journal« zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.
Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengröße verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros.
Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




