
Was ist los auf der Biennale?: Das Jahr ohne Jury
Was ist los auf der Biennale? : Das Jahr ohne Jury Von Niklas Maak, Venedig 01.05.2026, 12:01 Lesezeit: 10 Min. Bildbeschreibung ausklappen Aquapocalypse now: Wo die Performerin Florentina Holzinger Hand anlegt, gibt es...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Was ist los auf der Biennale? : Das Jahr ohne Jury Von Niklas Maak, Venedig 01. 2026, 12:01 Lesezeit: 10 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Aquapocalypse now: Wo die Performerin Florentina Holzinger Hand anlegt, gibt es Wellen – so auch im österreichischen Pavillon, der danach durchfeuchteter sein dürfte als die Fundamente von Venedigs Palästen. Nicole Marianna Wytyczak / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Die Jury der Kunstbiennale ist zurückgetreten. Trotzdem laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung in der kommenden Woche.
Die Einzelheiten
Ein Treffen mit der Künstlerin Florentina Holzinger beim Aufbau in Venedig. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn man in diesen letzten ruhigen Tagen vor der Eröffnung der Kunstbiennale in Venedig vor den Giardini steht, wo die Pavillons der Nationen gerade die letzten Vorbereitungen treffen, wundert man sich, wie ruhig es ist. Die Franzosen bekommen einen mannshohen Felsbrocken für ihre Yto-Barrada-Show angeliefert, in den eine Treppe hineingehauen ist, vor dem skandinavischen Pavillon wird ein riesiger Monumentalkopf mit Riesenzahnstochern in den Augen auf drei Stahlbeine gestellt, was immer das bedeuten mag, und ein paar Japaner tragen lachend ein paar Babypuppen mit Sonnenbrillen aufs Gelände, die zu einer Arbeit des Künstlers Ei Arakawa-Nash gehören, der sich mit queerer Vaterschaft befasst.
Venezianischer Löwe im Wassergefängnis Die Eingangstore der Giardini sind gut gesichert, niemand darf aufs Gelände, aber natürlich kurven die ganz Neugierigen schon seit Tagen mit Booten unter dem Ponte dei Giardini hindurch und laufen die Riva dei Partigiani entlang, von wo aus man einen guten Blick auf viele Pavillons hat, und rätseln, was das, was sie da sehen, wohl bedeuten könnte: der deutsche Pavillon, innen knallgrün gestrichen und außen komplett ummantelt mit feinen Fliesen! Eine große Glocke schwebt vor dem österreichischen Pavillon an einem Kran, aus dem Pavillon dringt ein technoides hochtouriges Röhren, als ob da ein motorisierter venezianischer Löwe in seinem Wassergefängnis brüllt. --> Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
jetzt lesen Ansonsten ist es ruhig, und das ist erstaunlich, denn eigentlich ist es gar nicht still im Vorfeld dieser wichtigsten Kunstschau der westlichen Welt, in die alle weltpolitischen Konflikte auf einmal einzuschlagen scheinen. Erst am Donnerstag dieser Woche ist die Jury der Biennale, die die Goldenen Löwen vergibt, geschlossen zurückgetreten: Seit Wiedereinführung der Preise im Jahr 1986 waren sie jedes Jahr vergeben worden. Jetzt wird es nur am Ende der Ausstellung zwei vom Publikum gewählte Preisträger geben.
Die Biennale hat noch vor Eröffnung ihren Superskandal. Es begann damit, dass Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco meinte, dass auch Russland trotz Angriffskrieg zwecks Völkerverständigung wieder eingeladen werden sollte ( siehe folgende Seite ).
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





