
Wettbewerb im Personenverkehr: Netzagentur stößt Bahn-Konkurrenz die Tür auf
Wettbewerb im Personenverkehr : Netzagentur stößt Bahn-Konkurrenz die Tür auf Von Thiemo Heeg, Frankfurt , Nadine Bös, Düsseldorf , Christian Schubert, Rom 30.06.2026, 17:50Lesezeit: 5 Min. Unterwegs auf umkämpfter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wettbewerb im Personenverkehr : Netzagentur stößt Bahn-Konkurrenz die Tür auf Von Thiemo Heeg, Frankfurt , Nadine Bös, Düsseldorf , Christian Schubert, Rom 30. 2026, 17:50Lesezeit: 5 Min. Unterwegs auf umkämpfter Strecke: ein ICE auf der Fahrt zwischen München und BerlindpaIm Streit zwischen Wettbewerber Italo und der Deutschen Bahn sagt jetzt die Bundesnetzagentur: Die Bahn muss auf umkämpften Langstrecken mehr Platz für Rivalen freischaufeln.
Das gefällt dem Platzhirsch gar nicht. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Konflikt über mehr Konkurrenz auf langen Zugstrecken im deutschen Personenverkehr geht die Bundesnetzagentur einen Schritt auf den italienischen Bahn-Wettbewerber Italo und andere Konkurrenten zu. Die Behörde gab am Dienstag bekannt, dass sie eine Regelung plant, nach der die Deutsche Bahn künftig Wettbewerbern im Fernverkehr mindestens ein Viertel der Kapazitäten auf hochbelasteten Strecken überlassen muss.
Die Einzelheiten
Die Netztochtergesellschaft der Bahn, DB Infrago, solle künftig einer sogenannten „Wettbewerberklausel“ unterliegen. Demnach soll sie auf stark nachgefragten Streckenabschnitten nur noch 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten an ein einzelnes Unternehmen vergeben dürfen – gemeint ist der Platzhirsch Deutsche Bahn. Die restlichen 25 bis 40 Prozent stünden dann Konkurrenten zur Verfügung.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Anlass für den Vorstoß ist ein Streit des italienischen Zugbetreibers Italo mit dem deutschen Marktführer. Italo möchte in den hiesigen Markt einsteigen und von Frühjahr 2028 an eigene Fernverbindungen auf lukrativen Schnellstrecken anbieten.
Das Unternehmen beklagt aber, die Bahn wolle es von deutschen Gleisen fernhalten, indem die derzeitigen Regeln Konkurrenten keine längerfristige Planungssicherheit ermöglichten. Durch den Wettbewerb sollen die Preise sinkenZunächst hatte Italo gefordert, sich ausgewählte Trassen – also Fahrmöglichkeiten auf bestimmten Strecken zu bestimmten Zeiten – für mehrere Jahre sichern zu dürfen, während DB Infrago nur eine Trassenvergabe für jeweils ein Jahr vorsieht. Nach der nun von der Netzagentur geplanten Regelung müssen sich Bahn-Wettbewerber zunächst weiterhin jährlich um die Trassen bewerben, haben aber den Vorteil, dass für sie bei Interesse ein gewisser Anteil vorgesehen wird, falls es sich um umkämpfte Strecken handelt.
Was Experten sagen
Bislang dominiert im Fernverkehr mit bis zu 95 Prozent die Deutsche Bahn. Von der neuen Regelung könnten auch andere Konkurrenten wie Flixtrain profitieren. Voraussetzung ist, dass ein Wettbewerber die Verbindung als Taktverkehr anbieten muss, was grob gesagt heißt: mindestens viermal täglich in zweistündigem Abstand zur gleichen Minute.
Die „Wettbewerberklausel“ würde Unternehmen wie Italo ein „Mindestmaß an Zugang“ garantieren, „ohne Kapazität für andere Verkehrsarten zu blockieren“, sagte Netzagenturchef Klaus Müller am Dienstag.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





