
Widerstand gegen Hitler: Andenken heißt, Haltung zu zeigen
Widerstand gegen Hitler : Andenken heißt, Haltung zu zeigen Gastbeitrag Von Robert von Steinrück-Steinau, Tobias Korenke, Helmuth Caspar Graf von Moltke und Fritz Felgentreu 20.07.2026, 06:13Lesezeit: 3 Min....
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Widerstand gegen Hitler : Andenken heißt, Haltung zu zeigen Gastbeitrag Von Robert von Steinrück-Steinau, Tobias Korenke, Helmuth Caspar Graf von Moltke und Fritz Felgentreu 20. 2026, 06:13Lesezeit: 3 Min. Bundeswehrsoldaten bei der Gedenkveranstaltung im Bendlerblock am 20.
Juli 2024Omer MessingerExtremisten vergiften das politische Klima. Gerade dann ist eine Gesellschaft gefragt, die sich den Frauen und Männern des Widerstands verpflichtet weiß. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am 20.
Die Einzelheiten
Juli gedenken wir der Frauen und Männer des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Gleichzeitig gewinnen extremistische Kräfte zunehmend an Einfluss. Deren Vertreter relativieren die Verbrechen des Nationalsozialismus und halten die Beschäftigung mit ihm für einen „übertriebenen Schuldkult“.
Autoritäre Regierungsmodelle, denen damals nicht wenige Widerstandskämpfer zunächst selbst verfallen waren, verführen viele Menschen heute aufs Neue. Und wieder negieren wir allzu gerne die gefährlichen Entwicklungen, schauen weg und hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommt. Wegschauen und Verdrängen sind aber nichts anderes als mutlose Vermeidungstaktiken.
Robert von Steinau-Steinrück ist Vorsitzender des Vorstands der Stiftung 20. ©Jörg Modrow/laifExtremistische Kräfte appellieren an nationale Emotionen und bezeichnen sich selbst als Patrioten. Wirkliche Patrioten lieben jedoch ihr Land, ohne Fremde zu verachten, Minderheiten auszugrenzen oder Andersdenkende zu verhöhnen.
Was Experten sagen
Diese Extremisten sprechen zwar von Gemeinschaft, aber sie spalten die Gesellschaft. Mit ihrer populistischen Rhetorik, die unseren politischen Problemen nicht gerecht wird, aber überwunden geglaubtes NS-Gedankengut und SED-Denken aufleben lässt, vergiften sie das politische Klima. In den Parlamenten nutzen sie die Freiheiten unserer demokratischen Grundordnung, um genau diese einschränken oder abschaffen zu können.
Den politischen Diskurs bestimmen zunehmend Hetze, Verachtung und Hass. Für die „Wiederherstellung der Majestät des Rechts“Gerade in dieser Lage kann uns die Erinnerung an den Widerstand helfen: Von ihm lernen wir für die verantwortliche Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. Denn die Frauen und Männer des Widerstands verkörperten Haltungen, die für eine Demokratie lebensnotwendig sind: Engagement, Mut und Anstand.
So unterschiedlich ihre Herkunft, ihre Weltanschauungen und politischen Einstellungen auch waren, sie alle setzten sich für die „Wiederherstellung der Majestät des Rechts“ ein, für den Erhalt der Menschenwürde und für die Freiheit der Meinung, des Glaubens und der politischen Überzeugung. Tobias Korenke ist Vorstand der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus e. dpaDas Andenken des Widerstands heute lebendig zu halten, bedeutet Haltung zu zeigen: nicht zuzulassen, dass sich in Deutschland wieder Menschenverachtung, Antisemitismus und fanatischer Nationalismus ausbreiten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




