
Wissenschaft und Politik: Wie schützen wir uns vor der AfD?
Wissenschaft und Politik : Wie schützen wir uns vor der AfD? Von Thomas Thiel 09.07.2026, 15:15Lesezeit: 4 Min. Ein neues Fundament: im Potsdamer Landtag diskutiert man über die Stärkung der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wissenschaft und Politik : Wie schützen wir uns vor der AfD? 2026, 15:15Lesezeit: 4 Min. Ein neues Fundament: im Potsdamer Landtag diskutiert man über die Stärkung der WissenschaftsautonomiedpaPolitiker und Forscher debattieren in Potsdam, wie man die Wissenschaft gegenüber autoritären Eingriffen verteidigt.
Die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf macht einen kühnen Vorschlag. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Hat man sich zu viel Zeit gelassen, um die Wissenschaft gegen autoritäre Eingriffe zu sichern? Jetzt, wo in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahlen vor der Tür stehen, ist die Zeit des Zauderns jedenfalls vorbei.
Die Einzelheiten
In beiden Ländern könnte die AfD demnächst die Regierung stellen. Nach eigenen Angaben will sie die Wissenschaftsautonomie stärken und politische Steuerungselemente entfernen. Das steht in scharfem Kontrast zu ihren Plänen, missliebige Forschungsansätze auszutrocknen.
Im Brandenburger Landtag forderte die AfD-Fraktion etwa, die Förderung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung auszusetzen. In Sachsen-Anhalt kündigt sie die Abschaffung der Gender Studies und der postkolonialen Studien an. Beide Forschungsansätze sind nicht frei von dogmatischen Elementen, was aber keinen politischen Eingriff rechtfertigt.
Nun kann die Partei Lehrstühle und Forschungsansätze nicht einfach verbieten. Sie kann aber Fördermittel umlenken, Berufungen erschweren oder Bund-Länder-Vereinbarungen durch ihr Veto blockieren. Der Wissenschaftsföderalismus bietet zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten.
Was Experten sagen
Die Wissenschaftsminister der Länder beraten seit Monaten über eine Reform der Einstimmigkeitsregeln in den zentralen Gremien. Man steht vor der Aufgabe, das System gegen wissenschaftsfeindliche Kräfte zu stärken, ohne den Wissenschaftsföderalismus zu schwächen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Soll eine Kommission über den Finanzbedarf entscheiden? Am heutigen Donnerstag treffen sich die Minister in Potsdam zu einer gemeinsamen Sitzung. Es geht um die Frage, wie die Staatsverträge zur Studienakkreditierung und zur Hochschulzulassung politisch wetterfest gemacht werden können.
Schon am Mittwoch hatte man sich im Plenarsaal des Landtags zu einer prominent besetzten Konferenz zusammengefunden. Die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf forderte dort mit wuchtigen Worten, die Entscheidung über den Finanzbedarf der Wissenschaft wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk in die Hände einer staatsunabhängigen Kommission zu legen, um die politische Abhängigkeit zu verringern und sich unangreifbar für den Vorwurf der Willfährigkeit zu machen, der von Wissenschaftsskeptikern immer wieder erhoben wird. Nicht ganz so weit, aber in eine ähnliche Richtung geht ein vor wenigen Tagen erschienenes Positionspapier der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





