
AfD-Kulturpolitik: Wie das Bauhaus zur Zielscheibe des rechten Spießertums wurde
AfD-Kulturpolitik : Wie das Bauhaus zur Zielscheibe des rechten Spießertums wurde Gastbeitrag Von Durs Grünbein 14.07.2026, 12:40Lesezeit: 5 Min. Gehen am Bauhaus die Lichter aus, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt an die...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. AfD-Kulturpolitik : Wie das Bauhaus zur Zielscheibe des rechten Spießertums wurde Gastbeitrag Von Durs Grünbein 14. 2026, 12:40Lesezeit: 5 Min. Gehen am Bauhaus die Lichter aus, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen sollte?
Das Foto entstand 2025 bei der Hundertjahrfeier des Umzugs nach Dessau. dpaNeuer alter Hass aufs Bauhaus: Das Feindbild der Kulturpolitik der AfD in Sachsen-Anhalt, wo sie wohl bald stärkste Fraktion sein wird, setzt den nationalsozialistischen Ungeist fort. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ich erinnere mich noch gut, wie der Dichter Hans Magnus Enzensberger in einem seiner letzten Ausbrüche einmal gegen den Begriff „Hashtag“ wetterte, mit der Geste des alten Maestros, der nicht mehr jeder Neuerung in der digitalen Welt hinterherrennen muss.
Die Einzelheiten
Was das denn soll, ein mathematisches Nummernsymbol zu enteignen, was für ein Unsinn: hashtag? Ganz einfach, hätte man ihm antworten können, es steht für ein Schlagwort oder eine Phrase, mit anderen Worten: Es ist auch nur ein Mittel der Propaganda. Einer wie der Propagandaminister Goebbels hätte den hashtag vermutlich gemocht, ihn als Instrument für seine Kampagnen genutzt.
Nun gibt es eine Partei in Deutschland, die ihrerseits das Spiel mit den Kampagnen beherrscht und systematisch auf polternde Schlagworte setzt. Zumal diese, wie sich an ihrem Erfolg zeigt, schon das halbe Geschäft sind. Auf die andere Hälfte, die Übersetzung in praktische Politik, muss das Publikum schon seit einigen Jahren warten, manche mit dem Blick des hypnotisierten Kaninchens auf die Schlange.
Bestimmte Wochenzeitungen sind, so scheint es, mit ihren Titelstorys inzwischen auf diese eine skandalträchtige Partei geradezu angewiesen. Da kommt aus deren Reihen ein neuer Anschlag, diesmal unter dem „#deutschdenken“, gerade recht. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Abrechnung mit moderner Kunst und ArchitekturNur ist an diesem so gut wie nichts neu, außer der Unverschämtheit, mit der man hier nationalistisch-kulturpolitisch zur Sache zu gehen verspricht. War noch die weiland schnell verpuffte sogenannte „Leitkultur“-Debatte der CDU ein Versuch, die Gesellschaft auf einen deutschen Wertekanon, der dabei denkbar diffus blieb, hin zu eichen, so kommt „deutschdenken“ in strammer Aufräumermanier gleich im Befehlsmodus daher. An den Kulturgütern soll sich zeigen, was eine alternative Partei unter einer patriotischen Wende versteht.
Und natürlich fängt alles wieder mit einem großen Kontra an. Bevor man den patriotischen Tourismus ankurbelt und in jedem Bundesland „Sehnsuchtsorte für deutsche Patrioten“ fördert, gilt es erst einmal mit der „modernen“ Kunst und Architektur abzurechnen. Da man aber noch nicht offen wieder von Entartung sprechen kann und die im Dritten Reich als „entartet“ geltende Kunst vorerst unbehelligt in den Museen vor sich hindämmern darf, bietet sich eine Kampagne gegen das Bauhaus an.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





