
Alice Schwarzer an Wim Wenders: »Schneide endlich diese verdammten zwei Minuten raus«
Streit um Nastassja-Kinski-Nacktszene Alice Schwarzer fordert Wim Wenders auf, »diese verdammten zwei Minuten« herauszuschneiden Die Schauspielerin Nastassja Kinski bittet Wim Wenders, einen Film um eine Szene zu...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Streit um Nastassja-Kinski-Nacktszene Alice Schwarzer fordert Wim Wenders auf, »diese verdammten zwei Minuten« herauszuschneiden Die Schauspielerin Nastassja Kinski bittet Wim Wenders, einen Film um eine Szene zu kürzen, die sie als 13-Jährige halbnackt zeigt. Der Regisseur äußerte sich ausweichend. Nun fordert ihn Alice Schwarzer zum Handeln auf.
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Die Einzelheiten
Weitere Infos SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Publizistin Schwarzer: »Kurzum, Wim: Höre auf zu reden – und handle! « Foto: Jennifer Brückner / dpa / picture alliance Im Streit über eine Nacktszene mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski in Wim Wenders' Film »Falsche Bewegung« (1975) hat Feministin Alice Schwarzer den Regisseur zum Handeln aufgefordert. »Wim: Höre auf zu reden – und handle!
Schneide endlich diese verdammten zwei Minuten raus aus deinem Film! «, schrieb die 83-Jährige in der von ihr gegründeten Zeitschrift »Emma«. In »Falsche Bewegung« wird Kinski in einer Szene mit nacktem Oberkörper gezeigt.
Sie sagte kürzlich der »Süddeutschen Zeitung«: »Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war«. (Lesen Sie hier die Hintergründe zum Streit) Mehr zum Thema Streit über Film von Wim Wenders: Sie war 13. Er filmte sie halb nackt Von Oliver Kaever Wenders zu umstrittener Szene mit Kinski: »Das würde ich heute nie mehr so machen« Wenders hatte bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises gesagt, er würde die Szene »heute nie mehr so machen«.
Was Experten sagen
Seinem damaligen jungen Ich könne er aber keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich eine Frage, die alle Filmschaffenden angehe: »Wie geht man mit Filmerbe um?
« Dürfe und solle man eine Szene schneiden, wenn sie einer Schauspielerin – »die ich sehr verehrt habe und verehre« – wehtue? »Kann man einen Film im Nachhinein kürzen? « Wenders bat die Deutsche Filmakademie um eine Debatte.
»Hang zur Selbstüberhöhung«Kinskis Anwalt kritisiert Wenders’ Rede als Versuch, sich der persönlichen Verantwortung zu entziehen. Da Wenders ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene »bereits seit Jahren verweigert«, kündigte der Anwalt den Übergang zu formalen juristischen Schritten an. Man werde noch die laufende Woche abwarten, ob es eine Reaktion auf die jüngste öffentliche Debatte gibt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





