
Armut: Ein Fünftel der Menschen in Deutschland ohne Geld für eine Woche Urlaub
Knapp bei Kasse Ein Fünftel der Deutschen kann sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten Sommer, Sonne, Sparzwang: 21 Prozent der Menschen in Deutschland haben nicht genug Geld für eine Urlaubsreise. Im europäischen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Knapp bei Kasse Ein Fünftel der Deutschen kann sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten Sommer, Sonne, Sparzwang: 21 Prozent der Menschen in Deutschland haben nicht genug Geld für eine Urlaubsreise. Im europäischen Vergleich geht es den Deutschen damit überdurchschnittlich gut. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Strandleben in Antalya: Für viele zu teuer Foto: Orhan Çiçek / Anadolu Agency / IMAGO Nicht mehr lange bis zu den Sommerferien, in den ersten Bundesländern – Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland – geht es in einer Woche los. Aber auf die Frage, wo sie im Urlaub hinfahren, antworten viele Menschen: Urlaub, wovon denn?
Die Einzelheiten
Das trifft für rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland zu: 21 Prozent können sich nach eigenen Angaben keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders häufig sagen das Alleinstehende und Alleinerziehende.
Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt sind mit 28 Prozent der Bevölkerung deutlich mehr Menschen betroffen, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten können. »Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab«, erklärt das Statistikamt. Beim einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem Einkommen von rund 1600 Euro im Monat gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, sie könne sich keinen einwöchigen Urlaub leisten.
Beim nächsten Fünftel mit einem Einkommen bis 2100 Euro waren es 28 Prozent. Alleinerziehende besonders betroffenBesonders häufig betroffen sind laut Statistik Alleinlebende – hier sagten 29 Prozent, sie könnten sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. In Alleinerziehenden-Haushalten sagten das 39 Prozent der Menschen.
Was Experten sagen
Die Ergebnisse stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen – die Ergebnisse für 2025 basieren auf einer Hochrechnung aus der Befragung 2022. Beim Einkommen verwenden die Statistiker das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen, ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, um die Einkommenssituation von Menschen in unterschiedlichen Haushaltszusammensetzungen vergleichbar zu machen. Ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1600 Euro entspricht bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 2400 Euro, bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren rund 2900 Euro pro Monat.
Kinder sind in dieser Statistik auch 18- bis 24-Jährige, sofern sie ökonomisch abhängig sind. Mehr zum Thema Ipsos-Umfrage: Mehr als ein Viertel der deutschen Haushalte hat keine Ersparnisse Zwischen den EU-Staaten gibt es laut Statistik deutliche Unterschiede: Am häufigsten gaben Menschen in Rumänien (61 Prozent), Griechenland (47 Prozent), sowie Bulgarien und Ungarn (je 39 Prozent) an, sie können sich keinen Urlaub leisten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



