
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Neues Medikament verdoppelt Überlebenszeit
Wichtige Zulassungsstudie Neues Medikament kann Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verdoppeln Es gilt als besonders aggressive Krebsart: Das Pankreaskarzinom wird oft erst spät entdeckt. Ein neues Medikament...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wichtige Zulassungsstudie Neues Medikament kann Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verdoppeln Es gilt als besonders aggressive Krebsart: Das Pankreaskarzinom wird oft erst spät entdeckt. Ein neues Medikament kann die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium offenbar einige Monate bremsen. 34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Neues Medikament gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs: »Revolutionärer« Durchbruch für Patienten Foto: Justin Paget / Digital Vision / Getty Images Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
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Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als besonders tückische Erkrankung: Tumoren verursachen oft zunächst keine oder nur unspezifische Beschwerden, deshalb werden sie in vielen Fällen erst erkannt, wenn der Krebs schon gestreut hat. Nur etwa ein Zehntel der Betroffenen lebt fünf Jahre nach der Diagnose noch.
Erhebliche Fortschritte erhoffen Mediziner sich von dem neuen Medikament Daraxonrasib. Mit diesem Präparat behandelte Patientinnen und Patienten überlebten doppelt so lange im Vergleich zu Betroffenen, die eine Chemotherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielten, berichten Forschende im Fachjournal »New England Journal of Medicine«. Daraxonrasib hemmt mutierte Varianten eines Proteins, die in der Zelle Teilungsprozesse anstoßen und das Wachstum von Tumoren beschleunigen.
Was Experten sagen
In der Studie ging es um Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei denen sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hatten. In dieser fortgeschrittenen Phase der Erkrankung ist die Behandlung nur noch palliativ: Es kommt darauf an, Beschwerden zu lindern und eine unter diesen Umständen bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. Ein Team um die Onkologin Eileen M.
O’Reilly vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York untersuchte 500 Erkrankte, die entweder mit Daraxonrasib oder mit einer Chemotherapie behandelt wurden. Patienten, die das Medikament einnahmen, lebten im Mittel noch 13,2 Monate, verglichen mit 6,6 Monaten bei Patienten, die eine Chemotherapie erhielten. Die Zeit, in der die Krankheit nicht fortschritt, war bei der Daraxonrasib-Gruppe mit 7,3 Monaten gut doppelt so lang wie bei der Chemotherapie-Gruppe (3,5 Monate).
Seltener schwere NebenwirkungenBei allen mit Daraxonrasib Behandelten traten Nebenwirkungen auf. In der Chemotherapie-Gruppe galt dies für 97,7 Prozent der Personen. Allerdings fielen die Nebenwirkungen bei dem neuen Medikament verglichen mit der Chemotherapie-Gruppe seltener schwer aus (61,8 gegenüber 69,6 Prozent).
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





