
Berlin: Woher hat eine 45-Jährige das Geld für 58 mutmaßliche Clanimmobilien?
Prozess in Berlin Woher hat eine 45-Jährige das Geld für 58 mutmaßliche Clan-Immobilien? In Berlin beschäftigen mutmaßliche Clan-Immobilien das Landgericht. Der Verdacht: Die Objekte wurden mit Geld aus rechtswidrigen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Prozess in Berlin Woher hat eine 45-Jährige das Geld für 58 mutmaßliche Clan-Immobilien? In Berlin beschäftigen mutmaßliche Clan-Immobilien das Landgericht. Der Verdacht: Die Objekte wurden mit Geld aus rechtswidrigen Taten finanziert.
Ein Anwalt widerspricht. 29 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Verhandlungssaal in einem Berliner Gericht (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska / dpa In einer spektakulären Aktion wurden 2018 zahlreiche Immobilien sichergestellt, die von Ermittlern einem arabischstämmigen Clan zugerechnet werden. Sie beschäftigen nun erneut das Berliner Landgericht. Um 58 Objekte geht es in dem Verfahren gegen eine 45 Jahre alte Frau, die im Libanon lebt, und eine 42-Jährige mit Wohnsitz in Berlin sowie mehrere Gesellschaften.
Die Staatsanwaltschaft geht in dem sogenannten selbstständigen Einziehungsverfahren davon aus, dass die Immobilien mit Geld aus rechtswidrigen Taten finanziert wurden. Mit einem solchen Einziehungsverfahren können aus Straftaten stammende Vermögenswerte auch ohne Strafverfahren eingezogen werden – vorausgesetzt, sie stammen nachweislich aus einer nicht länger als 30 Jahre zurückliegenden Straftat. In dem Fall geht es um 58 Objekte, die sich in den Berliner Bezirken Neukölln und Mitte sowie im Landkreis Teltow-Fläming befinden.
Das Landgericht hatte die Einziehung zunächst ohne mündliche Verhandlung in einem Beschluss angeordnet. Das Berliner Kammergericht hob diese Entscheidung allerdings auf Beschwerde der Betroffenen auf. Zu Prozessbeginn waren die beiden Frauen nicht persönlich erschienen.
Was Experten sagen
Ein Anwalt sagte für die 45-Jährige, die Finanzierung sei aus legalen Einkünften erfolgt. So habe die Frau bereits vor Jahren in Beirut für 850. 000 US-Dollar eine Immobilie verkauft und das Geld investiert.
Zudem habe ihr Ehemann als Makler und Vermittler ein hervorragendes Einkommen erzielt. Zunächst Ermittlungen wegen GeldwäscheverdachtsSeit mehr als zehn Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft zum Kauf von Immobilien im Zusammenhang mit dem Clan. Zunächst richtete sich ein Verfahren wegen Geldwäscheverdachts gegen »Beschuldigte aus dem Umfeld einer sogenannten Berliner Großfamilie«, hieß es.
Strafrechtlich wurden die Akten allerdings 2021 geschlossen, weil die Beweise für Anklagen wegen Geldwäsche nicht reichten. Doch die Staatsanwaltschaft beantragte parallel die Einziehung der Immobilien im sogenannten selbstständigen Einziehungsverfahren. Für das aktuelle Verfahren sind bislang 30 Prozesstage bis März 2027 geplant.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





