
Björn Höcke spricht den Westdeutschen das Deutschsein ab
Krudes Podcast-Interview Björn Höcke spricht den Westdeutschen das Deutschsein ab Wieder sitzt der Rechtsextremist Höcke vor einem Mikrofon – und verbreitet seine radikalen Thesen. Neu ist aber eine eigenwillige...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Krudes Podcast-Interview Björn Höcke spricht den Westdeutschen das Deutschsein ab Wieder sitzt der Rechtsextremist Höcke vor einem Mikrofon – und verbreitet seine radikalen Thesen. Neu ist aber eine eigenwillige Definition, wer im Land noch echter Deutscher sei. 01 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern AfD-Politiker Björn Höcke Foto: Bodo Schackow / dpa Der in Westdeutschland geborene und aufgewachsene AfD-Politiker Björn Höcke betrachtet Westdeutsche nicht mehr als richtige Deutsche. Das sagte der rechtsextreme Thüringer AfD-Chef in einem Podcast der Schweizer »Weltwoche« mit Roger Köppel.
Die Einzelheiten
Konkret behauptete Höcke, Deutsche in den westlichen Bundesländern hätten sich durch die amerikanische Kultur »usurpieren« lassen, also seien gewaltvoll von den USA in Besitz genommen worden. Die Westdeutschen, sie seien »Deutsch sprechende Amerikaner« mit Ersatzidentität. Anders die Ostdeutschen, die seien noch »Deutsch sprechende Deutsche«, fabulierte Höcke.
Zugleich beteuerte Höcke, kein »Anti-Amerikaner« zu sein. Antisemitische Verschwörung und NS-RelativierungWie auch in früheren Podcasts und Reden wiederholte Höcke auch seine Erzählung vom »Ende Deutschlands«. Das Land sei so stark wie noch nie in seiner Geschichte bedroht – durch Zuwanderung und angebliche Eliten, die bewusst an der Abschaffung Deutschlands arbeiten würden.
Im Kern ist das die Mär vom »Großen Austausch«, eine bekannte antisemitische Verschwörung, nach der geheime Machteliten gegen das Volk arbeiten würden. Mehr zum Thema AfD-Politiker als Talkgast: Wer ist der Podcaster, der Björn Höcke viereinhalb Stunden lang eine Bühne bietet? Von Felix Keßler und Anastasia Trenkler Der blauen Welle im Osten auf der Spur: Ich bin durch meine Heimat gereist, AfD-Land.
Was Experten sagen
Und ich merke: Ich lag falsch Von Jochen-Martin Gutsch Schulterschluss im Internet: Wie BSW und AfD bei YouTube gemeinsam um die Jugend buhlen Von Marc Röhlig Die Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und die deutsche Erinnerungskultur kritisierte der Rechtsextremist ebenfalls. Im Podcast forderte Höcke etwa, die deutsche Geschichte dürfe nicht als Verbrecheralbum betrachtet werden. Kritische Fragen zu rechtsextremen Positionen oder seine Vorstrafe gab es keine.
Höcke war gerichtlich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt worden, weil er wiederholt die verbotene SA-Losung »Alles für Deutschland« genutzt hat. »Weltwoche«-Moderator Köppel lobte ihn stattdessen als »die größte Reizfigur der deutschen Politik«. Der 54-jährige Höcke stammt aus Westfalen und arbeitete bis 2014 als Lehrer in Hessen, dann übernahm er den AfD-Landesverband in Thüringen.
Der Landesverband gilt laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





