
Blumenkübel-Streit in Schwanau: Maschinenbauunternehmen Herrenknecht erwägt Verlagerung des Standorts
Lokalstreit mit möglichen Wirtschaftsfolgen Maschinenbauunternehmen droht mit Standortverlagerung wegen Blumenkübel Aus einem Konflikt um Verkehrsberuhigung wird eine Standortdebatte: Der Tunnelbohrmaschinen-Pionier...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Lokalstreit mit möglichen Wirtschaftsfolgen Maschinenbauunternehmen droht mit Standortverlagerung wegen Blumenkübel Aus einem Konflikt um Verkehrsberuhigung wird eine Standortdebatte: Der Tunnelbohrmaschinen-Pionier Martin Herrenknecht erwägt, einen Teil seines Unternehmens aus seiner Heimatgemeinde abzuziehen. 02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Blumenkübel stehen auf dem Firmengelände von Herrenknecht in Schwanau, Baden-Württemberg Foto: Philipp von Ditfurth / dpa Der Streit über die umstrittenen Blumenkübel in Schwanau nimmt neue Fahrt auf. Unternehmer Martin Herrenknecht übt scharfe Kritik an der Gemeindeverwaltung und droht sogar damit, sein Unternehmen teilweise zu verlagern. Auslöser der Auseinandersetzung sind Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf Straßen rund um das Werksgelände der Herrenknecht AG.
Die Einzelheiten
Bereits im vergangenen Jahr hatten aufgestellte Blumenkübel für Ärger gesorgt. Damals ließ Herrenknecht einen Teil der Kübel entfernen, da er eine Gefahr für seine Beschäftigten auf dem Arbeitsweg sah. Nun legt der Firmenchef nach.
Anstatt selbst aktiv zu werden, wirft er der Verwaltung vor, sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen. Sie solle sich stärker um die wirtschaftliche Entwicklung kümmern als um Blumenkübel, so seine Kritik. Behörden halten an der Verkehrsmaßnahme festBesonders deutlich wird Herrenknecht bei der Frage nach den Folgen des Konflikts.
Nach seinen Angaben wird geprüft, einzelne Unternehmensbereiche an andere Standorte zu verlagern. Genannt werden unter anderem Aktivitäten im Servicegeschäft und im Bereich der Tiefengeothermie. Als möglicher Standort wird Rust ins Spiel gebracht.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Blumenkübel-Posse in Schwanau: Unternehmer Herrenknecht nennt Beamte »Sesselfurzer« Von der Straße aufs Firmengelände: Martin Herrenknecht lässt Blumenkübel in Schwanau entfernen Konflikt nach Insolvenz: Mitarbeiter kippen Firmenwagen im Streit um Die Behörden verteidigen die Verkehrsmaßnahmen. Die Blumenkübel seien Teil eines Konzepts zur Verkehrsberuhigung und sollten zur Senkung der Geschwindigkeit beitragen. Ob die Kübel erneut aufgestellt werden, liegt letztlich in der Verantwortung der Gemeinde.
Der ungewöhnliche Streit zwischen einem der bekanntesten Unternehmer der Region und seiner Heimatgemeinde dürfte die Diskussionen in Schwanau weiter anheizen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





