
Brandenburg: Umweltministerin Hanka Mittelstädt würde einen Wolf abschießen
Ressortchefin mit Jagdschein Brandenburgs Umweltministerin Mittelstädt würde einen Wolf abschießen In einem Gespräch über den Umgang mit Wölfen hat Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt ein überraschendes...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ressortchefin mit Jagdschein Brandenburgs Umweltministerin Mittelstädt würde einen Wolf abschießen In einem Gespräch über den Umgang mit Wölfen hat Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt ein überraschendes Geständnis gemacht: Die Jagdscheininhaberin wäre bereit, ein solches Tier zu töten, »wenn es notwendig ist«. 12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) Foto: Frank Hammerschmidt / dpa / picture alliance Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt, 39, hat der Debatte über Wölfe und den Umgang mit den Tieren eine persönliche Note gegeben: Die SPD-Politiker besitzt nämlich einen Jagdschein – und würde bei einer Wolfsichtung im Ernstfall abdrücken. »Wenn es notwendig ist, würde ich einen Wolf abschießen. Definitiv«, sagte die SPD-Politikerin der »Märkischen Allgemeinen Zeitung«.
Die Einzelheiten
Spätestens dann, wenn Menschen durch Wölfe bedroht würden und natürlich nur im eigenen Jagdbezirk. Ihr letzter Jagdausflug liege zwei Jahre zurück. Der Wolf war im März dieses Jahres in das Bundesjagdgesetz aufgenommen worden.
Seither können Länder die Jagd in Regionen erlauben, in denen sich der Wolf in einem günstigen »Erhaltungszustand» befindet – wo er also gute Chancen auf einen langfristigen Fortbestand hat. Das Agrarministerium arbeitet derzeit an einem Konzept zur Wolfsjagd. »Es geht vordergründig darum, Nutztierhalter wie Schäfer, Rinder- und Ziegenzüchter zu entlasten, damit Riss-Schäden durch Wölfe nicht weiter ansteigen«, erklärte Mittelstädt.
Laut der Ministerin leben in Brandenburg 54 Rudel, sechs Paare und mehr als 200 Welpen. Mehr zum Thema Entscheidung im Bundestag: Feuer frei? Das wird bei der Jagd auf Wölfe erlaubtVon Julia Koch 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Entscheidung im Bundestag: Jagd auf Wölfe wird in Deutschland künftig leichter 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Expertin über geplantes Gesetz: »Aus Sicht der Wissenschaft spricht nichts für eine Jagd auf Wölfe«Von Julia Koch 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Mittelstädt lehnt eine feste Abschussquote ab.
Was Experten sagen
»Gäbe es eine Quote, beispielsweise von zehn Wölfen im Jagdjahr – und darüber reden wir gerade – und in Elbe-Elster würden diese zehn Wölfe entnommen, haben sie in der Uckermark ein Problem«, sagte sie der Zeitung. Stattdessen sollen bestimmte Zonen festgelegt werden, in denen der Wolf gejagt werden darf, wenn es vermehrt zu Rissen von Nutztieren kam. Sollte ein Wolf lernen, über hohe Elektrozäune zu springen, reiche der Abschuss von Einzeltieren nicht mehr aus.
»Dann reden wir darüber, ganze Wolfsrudel zu entnehmen«, so Mittelstädt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





