
Brief aus dem Irankrieg: Der Diktator ist tot – und mein Großvater trauert
Brief aus dem Irankrieg : Der Diktator ist tot – und mein Großvater trauert Von Nona 07.07.2026, 21:40Lesezeit: 4 Min. Iranerinnen in Teheran am 7. Juli beim Gedenken an den im Februar getöteten Ajatollah Ali...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Brief aus dem Irankrieg : Der Diktator ist tot – und mein Großvater trauert Von Nona 07. 2026, 21:40Lesezeit: 4 Min. Iranerinnen in Teheran am 7.
Juli beim Gedenken an den im Februar getöteten Ajatollah Ali KhameneiReutersWährend Amerika seinen 250. Geburtstag feiert, trauert ein Teil Teherans um Chamenei. Unsere Kolumnistin aus Iran schreibt über den Verlust von Freiheit – und darüber, was sie Trump sagen würde, wenn sie könnte.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Azizam, mein Lieber, heute ist der 4. Du hast mir ein Foto von dir geschickt, in Cowboykleidung, und geschrieben, dass Ihr zur Feier einer amerikanischen Freundin geht. Deine Weste erinnert mich an ein Kleid, das meine Mutter mir nähte, als ich neun Jahre alt war.
Damals besuchte sie einen Nähkurs, und dieses Kleid war das schönste, das ich in meiner ganzen Kindheit getragen habe. Eine weiße Bluse mit Puffärmeln, dazu eine schwarze Weste und ein schwarzer Rock mit unzähligen schwarzen Fransen an verschiedenen Stellen. Wenn ich ging, schienen die Fransen zu tanzen, und ich liebte das.
Eines Tages stand ich stolz in meinem neuen Kleid vor meinem Großvater, und er sagte zu meiner Mutter: „Warum hast du deiner Tochter amerikanische Kleidung genäht? “ Meine Mutter sagte nichts, verließ aber aus Protest das Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu. Von diesem Tag an bekam Amerika für mich – die ich jeden Morgen in der Schule mit dem Ruf „Tod für Amerika“ begann – die Bedeutung von Schönheit und Freiheit.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das größte Geschenk? Meine Mutter sprach jedoch nie über ihren damaligen Widerspruch und wurde wieder dieselbe gute und gehorsame Tochter ihres Vaters, die Amerika für den größten Feind des Islams hielt.
Mein Großvater war Revolutionär und Gegner des amerikanischen Denkens. Nona und ihre Katze, Illustration von Mehrdad ZaeriMehrdad ZaeriHeute, fast fünfzig Jahre nach der Revolution, hat Amerika mir das größte Geschenk gemacht: den Tod des Diktators. Und meinen Großvater in die Trauer um den Märtyrertod seines Revolutionsführers gestürzt.
Heute, zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum zweihundertfünfzigsten Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, findet in Teheran die Trauerprozession für den gefallenen Führer – oder eben den Diktator – statt. Rachegefühle und jemandem den Tod zu wünschen, sind nichts, worauf man stolz sein könnte. Aber sie gehören manchmal zur wirklichen Erfahrung eines Menschen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





