
Britischer Machtwechsel: War das schon eine Regierungserklärung?
Britischer Machtwechsel : War das schon eine Regierungserklärung? Von Johannes Leithäuser, London 29.06.2026, 15:47Lesezeit: 3 Min. Andy Burnham am Montag bei seiner Rede in ManchesterReutersFür Andy Burnham rückt das...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Britischer Machtwechsel : War das schon eine Regierungserklärung? Von Johannes Leithäuser, London 29. 2026, 15:47Lesezeit: 3 Min.
Andy Burnham am Montag bei seiner Rede in ManchesterReutersFür Andy Burnham rückt das Amt des Premierministers immer näher. Jetzt hat er angekündigt, was er im Land verändern möchte: London soll weniger entscheiden. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der voraussichtliche künftige britische Premierminister Andy Burnham hat einen weitreichenden Umbau des britischen Regierungssystems angekündigt.
Die Einzelheiten
Dieser soll politische Entscheidungen dezentralisieren, parteiübergreifende Zusammenarbeit fördern und den Kommunen mehr Kompetenzen verschaffen. Burnham kündigte in einer Art vorzeitiger Regierungserklärung am Montag zudem einen Umbau des Schulwesens hin zu stärkerer Berufsvorbereitung und eine Bauoffensive für Sozialwohnungen an. Der Labour-Politiker orientierte viele Vorschläge an Vorbildern, die er selbst in seinem bisherigen politischen Amt als Bürgermeister von Greater Manchester vorangetrieben hat.
Er versprach, alle Kommunen und Regionen sollten künftig in die Lage versetzt werden, die Versorgung mit Strom, Wasser, Gas und öffentlichem Nahverkehr wieder selbst bestimmen oder verlässlich beeinflussen zu können; Burnham hatte in Manchester das privatisierte Busnetz in öffentliches Eigentum zurückgeholt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Als Ort seiner Ankündigungsrede wählte Burnham das „Museum des Volkes“ in Manchester, eine Dokumentationsstätte sozialer und emanzipatorischer Volksbewegungen der letzten 200 Jahre.
Er versprach, die Regierung werde unter seiner Führung „gutes Wachstum“ in jedes Stadtviertel tragen und „Hoffnung in jedes Herz“ bringen. Dezentralisierung der RegierungsmachtFalls Burnham der einzige Bewerber um die Nachfolge Keir Starmers im Amt des Labour-Parteichefs bleibt, könnte er nach dem Ablauf einer Nominierungsfrist am 16. Juli durch Akklamation der Labour-Fraktion im Unterhaus in dieser Funktion bestätigt und anschließend binnen weniger Tage von König Charles III.
Was Experten sagen
zum Premierminister berufen werden. Falls sich hingegen weitere Konkurrenten melden, würde eine Urwahl des neuen Parteichefs notwendig, deren Ergebnis erst Ende August ermittelt würde. Er wolle als Regierungschef „das genaue Gegenteil der bisherigen Westminster-Politik“ erreichen, stellte Burnham bei seinem Auftritt fest.
Großbritannien sei ein „überzentralisiertes Land“, die Mechanismen Westminsters seien „kaputt“. Burnham sagte, die „alten Methoden“ des „billigen Punktemachens und mit dem Finger aufeinander Zeigens“ funktionierten schon lange nicht mehr. Stattdessen soll nach dem Willen Burnhams mehr parteiübergreifende Zusammenarbeit die gewohnte politische Konfrontation ersetzen, auch der Fraktionszwang solle nicht mehr so strikt gehandhabt werden wie bisher.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





