
Bruch mit dem Vatikan: Wer sind diese Piusbrüder, die „Rom bekehren“ wollen?
Bruch mit dem Vatikan : Wer sind diese Piusbrüder, die „Rom bekehren“ wollen? Von Thomas Jansen 02.07.2026, 20:34Lesezeit: 7 Min. Die vier neuen Bischöfe der Piusbrüder: Marc Hanappier, Michel Poinsinet de Sivry,...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Bruch mit dem Vatikan : Wer sind diese Piusbrüder, die „Rom bekehren“ wollen? Von Thomas Jansen 02. 2026, 20:34Lesezeit: 7 Min.
Die vier neuen Bischöfe der Piusbrüder: Marc Hanappier, Michel Poinsinet de Sivry, Michael Goldade und Pascal Schreiber am Mittwoch in ÉcôneAFPDer Gründer Marcel Lefebvre ist bis heute die prägende Figur der Piusbrüder. Ihre Geschichte ist die einer ständigen Konfrontation mit dem Vatikan. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Piusbrüder sind kein katholischer Orden.
Die Einzelheiten
Aber Marcel Lefebvre hat für sie die Bedeutung eines Ordensgründers. Anders lässt sich die zentrale Rolle des 1991 verstorbenen französischen Geistlichen kaum beschreiben, der am 1. November 1970 im Schweizer Freiburg (Fribourg) die „Priesterfraternität vom Heiligen Pius X.
“ mithilfe des örtlichen Bischofs aus der Taufe hob. Ihr Name ist Programm: Pius X. (1903 bis 1914) war jener Papst, der 1910 den sogenannten Antimodernisteneid einführte.
Bis 1967 mussten ihn alle angehenden katholischen Geistlichen ablegen. Fünf Jahre vor der Gründung der Piusbrüder war jenes epochale kirchliche Großereignis zu Ende gegangen, das unverändert zwischen ihnen und dem Vatikan sowie der Weltkirche steht: das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965). Mit dieser Versammlung von rund 2500 Bischöfen aus aller Welt beschritt die katholische Kirche das, was man den Weg in die Moderne nennt.
Was Experten sagen
Lefebvre lehnte deren Errungenschaften wie säkulare Menschenrechte und Demokratie strikt ab. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Was Lefebvre ablehnteMaßgeblich dafür war seine biographische Prägung: Der 1905 in der Nähe von Lille geborene Geistliche gehörte zum einflussreichen ultrakonservativen Flügel des Katholizismus in Frankreich.
Für diesen war die Moderne gleichbedeutend mit der Französischen Revolution und damit dem Niedergang der katholischen Kirche. Die andauernde Konfrontation zwischen Staat und Kirche in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts – in Lefebvres Geburtsjahr fällt das Gesetz zur Trennung von Staat und Kirche in Frankreich – bestärkte diese Katholiken darin, in der Moderne das Feindbild schlechthin zu sehen.
Lefebvre verglich die Reformen des Konzils oft mit der Französischen Revolution. Ein Gemälde mit dem Porträt von Marcel Lefebvre im Pristerseminar Herz Jesu im bayerischen ZaitzkofenFrank RöthBis heute haben die Piusbrüder in Frankreich ihre größte Anhängerschaft. Etwas mehr als ein Drittel (254) der nach eigenen Angaben 733 Priester der Bruderschaft sind Franzosen, es folgen mit großem Abstand die US-Amerikaner mit 143 Priestern sowie Deutschland und die Schweiz mit jeweils 51.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





