
Bundeswehr plant mehr Projekte mit Tierversuchen
Erklärung des Verteidigungsministeriums Bundeswehr plant mehr Projekte mit Tierversuchen Seit Jahrzehnten setzt die Bundeswehr für Forschungszwecke auf lebende Tiere. In Zukunft soll es noch mehr Projekte geben, in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erklärung des Verteidigungsministeriums Bundeswehr plant mehr Projekte mit Tierversuchen Seit Jahrzehnten setzt die Bundeswehr für Forschungszwecke auf lebende Tiere. In Zukunft soll es noch mehr Projekte geben, in denen sie verwendet oder getötet werden – auch wegen der »veränderten geopolitischen Lage«. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Verteidigungsminister Pistorius mit Bundeswehrsoldaten (am 6. Juni in München) Foto: Michael Bihlmayer / Bihlmayerfotografie / IMAGO Tierversuche gibt es bei der Bundeswehr seit Jahrzehnten – etwa für Erkenntnisse zur Behandlung verletzter Soldatinnen und Soldaten.
Die Einzelheiten
In Zukunft erwartet das Bundesverteidigungsministerium mehr Projekte, in denen Tiere verwendet oder getötet werden. »Aufgrund der hohen Komplexität der Fragestellungen und vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ist bis zum Jahr 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben zu rechnen«, heißt es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke. Die »Rheinische Post« berichtete zuerst darüber, der Nachrichtenagentur dpa liegt das Schreiben vor.
Das Ministerium betont darin, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei den Tierversuchen strikt eingehalten würden. Zudem würden Leitlinien verfolgt, die darauf abzielen, Tierversuche zu ersetzen, weniger Versuchstiere zu verwenden und bei ihnen Schmerzen und Stress zu minimieren. Von der Linken erfragte Zahlen zu Versuchstieren in den Jahren 2020 bis 2025 stufte das Ministerium »im Hinblick auf das Staatswohl« als Verschlusssache ein.
Was an den Tieren untersucht wirdNach früheren Angaben des Ministeriums gab es 2019 knapp 400 Versuchstiere in Einrichtungen der Bundeswehr, vor allem Ratten. Demnach erprobten Medizinerinnen und Mediziner beispielsweise mithilfe von Mäusen Therapieansätze bei Hautverletzungen, sie untersuchten Folgeschäden von Nierenverletzungen am Schwein und übten chirurgische Maßnahmen an Mäusen, Ratten und Meerschweinen. In die Zahlen fallen auch Diensthunde, die bei Lehrgängen zur Ersten Hilfe zum Einsatz kommen, sowie Esel und Maultiere in Lehrgängen für Tierärzte.
Was Experten sagen
In den vergangenen Jahrzehnten wurden jährlich jeweils einige Hundert Versuchstiere erfasst. Nach früheren Tierschutzberichten der Bundesregierung lagen die Zahlen bis in die Neunzigerjahre deutlich über Tausend. Mitte der Achtzigerjahre waren es jeweils mehrere Tausend Versuchstiere.
»Aktuell sind keine Tierversuche mit höherem Schweregrad geplant« Bundesverteidigungsministerium Die schwarz-rote Bundesregierung hat angesichts internationaler Kriege und Konflikte ein historisches Finanzpaket für die Bundeswehr geschnürt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





