
Sohn von Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro zu Haftstrafe verurteilt
Vorwurf der Lobbyarbeit gegen eigenes Land Sohn von Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro zu Haftstrafe verurteilt Weil Ex-Präsident Jair Bolsonaro in Brasilien der Prozess gemacht wurde, warb dessen Sohn Eduardo in den USA...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vorwurf der Lobbyarbeit gegen eigenes Land Sohn von Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro zu Haftstrafe verurteilt Weil Ex-Präsident Jair Bolsonaro in Brasilien der Prozess gemacht wurde, warb dessen Sohn Eduardo in den USA für Sanktionen gegen sein Land. Nun verhängte ein Gericht eine Haftstrafe gegen ihn. Ins Gefängnis muss er aber vorerst nicht.
52 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Verurteilter Eduardo Bolsonaro Foto: Saul Loeb / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Brasiliens Oberster Gerichtshof hat einen Sohn des rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der Ex-Abgeordnete Eduardo Bolsonaro lebt in den USA. Bei einer Rückkehr in sein Heimatland droht ihm die Festnahme.
Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, soll Eduardo Bolsonaro seine Strafe zunächst im offenen Vollzug verbüßen. Verurteilt wurde er wegen seiner Versuche, die USA angesichts eines Umsturzverfahrens gegen seinen Vater zu Sanktionen gegen Brasilien zu bewegen. Das Urteil sieht überdies vor, dass Eduardo Bolsonaro nach der Verbüßung acht Jahre lang nicht für öffentliche Ämter kandidieren darf.
Was Experten sagen
Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Bild vergrößern Ex-Präsident Jair Bolsonaro (September 2025) Foto: Sergio Lima / »Es ist nicht die Aufgabe eines nationalen brasilianischen Abgeordneten, im Ausland Lobbyarbeit gegen sein eigenes Land zu betreiben«, begründete Richter Alexandre de Moraes das Urteil des Gerichts gegen Eduardo Bolsonaro. Eduardo Bolsonaro erklärte, er sei nicht ordnungsgemäß über das Verfahren informiert worden; in Wahrheit gehe es darum, ihn politisch auszuschalten.
Das Oberste Gericht Brasiliens hatte Ex-Staatschef Jair Bolsonaro im September wegen eines geplanten Umsturzes zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt (mehr dazu hier ). Er wurde schuldig gesprochen, eine »kriminelle Organisation« angeführt zu haben, um seine 2022 erlittene Wahlniederlage gegen seinen linksgerichteten Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva zu kippen. Mehr zum Thema Brasiliens Präsident Lula in Deutschland: »Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt« Ein SPIEGEL-Gespräch von Marian Blasberg und Jens Glüsing Historischer Überblick: Wenn Demokratien zu Diktaturen werden Von Michael Kister Rechtsmittel ausgeschöpft: 70-jähriger Bolsonaro muss 27-jährige Haftstrafe antreten Wegen des Prozesses gegen seinen Vater nahm Eduardo Bolsonaro Kontakt mit US-Behörden und konservativen politischen Kreisen des Landes auf, um für Unterstützung für seinen Vater zu werben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





