
Bündnis Sahra Wagenknecht umwirbt erneut die AfD – warum die Strategie gefährlich ist
AfD-Ansage der BSW-Gründerin Wagenknechts gefährliches Wahlkampfmanöver Sahra Wagenknecht stichelt gegen die Thüringer Brombeerkoalition – und wirbt für die Einbeziehung der AfD. Die BSW-Gründerin buhlt um die Stimmen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. AfD-Ansage der BSW-Gründerin Wagenknechts gefährliches Wahlkampfmanöver Sahra Wagenknecht stichelt gegen die Thüringer Brombeerkoalition – und wirbt für die Einbeziehung der AfD. Die BSW-Gründerin buhlt um die Stimmen der Brandmauer-Gegner im Osten. Kann die Strategie für sie aufgehen?
23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (7 Minuten) 7 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht bei Anti-Merz-Protest in Magdeburg: Für den Wahlkampf kann der Kurs zur Gefahr werden Foto: Peter Gercke / dpa Aus Thüringer Sicht ist die mittlerweile letzte Regierungsbeteiligung des BSW eine Erfolgsgeschichte.
Die Einzelheiten
Die Partei regiert in Erfurt mit CDU und SPD seit zwei Jahren in der sogenannten Brombeerkoalition unter Führung von CDU-Ministerpräsident Mario Voigt. Seither hat das BSW Bürgerräte für die Thüringerinnen und Thüringer eingeführt, den Haushalt auf Bildung und Infrastruktur gekämmt und gar dafür gesorgt, dass Thüringen als einziges Bundesland im Bundesrat einer weiteren Aufrüstung nicht zugestimmt hat. Parteigründerin Sahra Wagenknecht ist dennoch unzufrieden.
Einmal mehr stellt sie jetzt die Thüringer Koalition infrage – und fordert stattdessen, die AfD stärker in die Regierungsarbeit einzubeziehen. Dass sich das BSW in Thüringen »an einer Brandmauer-Koalition« mit lediglich wenigen inhaltlichen Gemeinsamkeiten beteilige, habe »der Glaubwürdigkeit des BSW schwer geschadet und die AfD nur noch stärker gemacht«, sagte sie jetzt der Funke Mediengruppe. Die Zukunft der Brombeerkoalition zieht sie in Zweifel, das Ausgrenzen der Rechtsextremen ebenso.
»Die Brandmauer ist gescheitert«, so Wagenknecht. Für Thüringen wäre es besser, »einen im Land breit akzeptierten parteiunabhängigen Ministerpräsidenten zu suchen, der mit wechselnden Mehrheiten regiert – auch unter Einbeziehung der AfD. « In Thüringen wird der AfD-Landesverband vom Rechtsextremen Björn Höcke geführt.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: So könnte das BSW der AfD zur Macht verhelfen Von Peter Maxwill und Anna Reimann Wahlkampf in Halle: In Sachsen-Anhalt wittert Sahra Wagenknecht ihre letzte Chance Aus Halle berichtet Marc Röhlig Schulterschluss im Internet: Wie BSW und AfD bei YouTube gemeinsam um die Jugend buhlen Von Marc Röhlig Wagenknechts Abneigung gegen die Thüringer Regierungsbeteiligung ist nicht neu. Eine Zusammenarbeit mit den »Altparteien« betrachtet sie als Verrat, schon die Koalitionsverhandlungen versuchte sie seinerzeit zu torpedieren. Wagenknecht war damals noch Chefin des BSW, mittlerweile leitet sie die Grundwertekommission ihrer Partei.
Auch in dieser Rolle lässt sie kaum eine Gelegenheit aus, die Arbeit der Thüringer BSW-Gruppe schlechtzureden. Die Niederlage bei der Bundestagswahl 2025 lastet Wagenknecht den Thüringern ebenfalls an.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





