
China und Philippinen: Prügel mit Paddel
China und Philippinen : Prügel mit Paddel Von Jochen Stahnke , Till Fähnders 21.07.2026, 20:48Lesezeit: 3 Min. Chinesische (links) und philippinische Sicherheitskräfte am Montag vor dem philippinischen Außenposten...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: China und Philippinen : Prügel mit Paddel Von Jochen Stahnke , Till Fähnders 21. 2026, 20:48Lesezeit: 3 Min. Chinesische (links) und philippinische Sicherheitskräfte am Montag vor dem philippinischen Außenposten Sierra Madre im Second Thomas ShoalReutersAn einem Riff liefern sich chinesische und philippinische Sicherheitskräfte eine Bootsschlägerei.
Es geht um die Frage: Wer kontrolliert welchen Teil des Südchinesischen Meers? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ruder und Stöcke wurden zu Schlagwaffen, als Sicherheitskräfte Chinas und der Philippinen am Montag im Südchinesischen Meer aufeinandertrafen. Ein Beiboot der chinesischen Küstenwache war dem zur philippinischen Marinebasis umfunktionierten aufgelaufenen Schiff Sierra Madre nahe gekommen – die Philippiner fuhren dem Trupp mit einem Schlauchboot entgegen.
Die Einzelheiten
Videoaufnahmen zeigen, wie beide Seiten aufeinander einprügeln. Nach Angaben aus Manila wurde dabei ein eigener Marinesoldat durch einen Knüppel am Kopf verletzt. Das Außenministerium in Peking dagegen verbreitete, „die philippinische Seite hat den Vorfall zuerst provoziert“ und betreibe „bösartige Hetze“.
Am Dienstag bestellte China den philippinischen Botschafter in Peking ein und übermittelte „scharfen Protest“. Vordergründig geht es um Hoheitsrechte am Second Thomas Shoal, einem vor den Philippinen gelegenen Riff, das dort Ayungin Shoal genannt wird. Auch die weiter entfernte Volksrepublik China erhebt unter der Bezeichnung Ren’ai Anspruch darauf – so wie auf rund neunzig Prozent des Südchinesischen Meeres.
Ein Schiedsgericht des Internationalen Gerichtshofs (IGH) hatte die chinesischen Ansprüche vor genau zehn Jahren zurückgewiesen. Diesen völkerrechtlichen Schiedsspruch erkennt wiederum China nicht an. Das macht Peking zum Jubiläum dieser Tage auf vielen Kanälen noch einmal deutlich.
Was Experten sagen
Der Zwischenfall vor dem philippinischen Meeresposten führte nun dazu, dass sich die USA auf die Seite ihres philippinischen Verbündeten stellten. Das State Department forderte China auf, „sein destabilisierendes Verhalten unverzüglich einzustellen“. Die Philippinen beschuldigten die chinesische Küstenwache, sie habe eine „rechtmäßige und konfliktfreie Operation“ mit „Gewalt“ beantwortet.
„Trotz dieser Aggression legten unsere Truppen bei der Ausführung ihres Einsatzes ein Höchstmaß an Zurückhaltung, Professionalität und Disziplin an den Tag“, hieß es in einer Mitteilung des philippinischen Militärs. „China Daily“ stellt Filipino als zerlumpten Affen darMit Unmut hatten die Philippiner zuvor auch ein Video wahrgenommen, das die staatliche Zeitung „China Daily“ zum Jahrestag des Urteils aus dem Jahr 2016 vergangene Woche verbreitet hatte. Es stellt die Philippinen in Gestalt eines Affen dar, der im Auftrag der USA und Japans handelt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




