
Debatte um Reformpaket: So großzügig ist Deutschland mit Krankschreibungen
Debatte um Reformpaket : So großzügig ist Deutschland mit Krankschreibungen Von Christian Geinitz 03.07.2026, 16:41Lesezeit: 3 Min. Volles Wartezimmer: Krankschreibungen nur noch mit ärztlichem AttestdpaDie SPD hat der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte um Reformpaket : So großzügig ist Deutschland mit Krankschreibungen Von Christian Geinitz 03. 2026, 16:41Lesezeit: 3 Min. Volles Wartezimmer: Krankschreibungen nur noch mit ärztlichem AttestdpaDie SPD hat der verschärften Attestpflicht zugestimmt, um Karenztage zu verhindern.
International sind die deutschen Regeln freigiebig, aber kein Alleinstellungsmerkmal. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Diskussion um die Verschärfung von Krankschreibungen schlägt hohe Wellen. Aus der SPD kamen am Freitag Bedenken gegen die Absicht der Bundesregierung, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und die Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vom ersten Tag an vorzuschreiben.
Die Einzelheiten
Man habe in der Regierung aber zustimmen müssen, um weitergehende Forderungen der Union abzuwenden, etwa nach unbezahlten Karenztagen zu Krankheitsbeginn, sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf (SPD). Am Donnerstag hatte der Koalitionsausschuss beschlossen, die fernmündliche Krankschreibung abzuschaffen und eine AU vom ersten Tag an gesetzlich verpflichtend zu machen. Bisher ist das erst nach dem dritten Tag nötig, Betriebe können aber individuell eine AU sofort verlangen.
In Zukunft haben sie die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter von der Verpflichtung zur Vorlage am ersten Tag freizustellen; das Verfahren wird also umgedreht. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Klüssendorf sagte im ZDF, wichtig sei jetzt, dass die Praxen nicht überfordert würden.
Genau das befürchten die Mediziner. Die Zeitung „Bild“ zitiert aus einer Schätzung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), wonach mit 30 Millionen zusätzlichen Praxisbesuchen im Jahr zu rechnen sei. „Als Folge fehlen dann Termine für Patienten, die wirklich zum Arzt müssen“, warnte KBV-Chef Andreas Gassen.
Was Experten sagen
Frei: Rückkehr zur Vor-Corona-ZeitKanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) verteidigte hingegen die Pläne. „Tatsächlich ist es so, dass wir das Arbeitsvolumen erhöhen müssen“, sagte er dem Fernsehsender RTL. Zu Wochenbeginn und Richtung Wochenende gebe es besonders viele Krankheitstage, „das kann man, meine ich, nicht medizinisch erklären“.
Wie ähnlich zuvor Kanzler Friedrich Merz (CDU), sagte Frei: „Wir kehren zurück zu den Verhältnissen, die wir in der Vor-Corona-Zeit hatten. “ Auch damals seien die Ärzte mit dem Verfahren klargekommen. Freilich kann sich dieser Hinweis nur auf die Telefon-AU beziehen.
Diese wurde im Frühjahr 2020 eingeführt und Ende 2023 dauerhaft festgeschrieben. Die jetzt zur Debatte stehende Drei-Tages-Frist steht hingegen schon seit 1994 im Entgeltfortzahlungsgesetz. Nicht alle CDU-Granden sind mit dem Vorstoß vom Donnerstag zufrieden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





