
Deutsche Bahn plant Megareserve für Brenner-Nordzulauf
Finanzpuffer für Neubaustrecke Deutsche Bahn plant Megareserve für Brenner-Nordzulauf Österreich und Italien bauen ein Mega-Bahnprojekt durch die Alpen, auf deutscher Seite fehlt noch die Anbindung. Dafür legt die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Finanzpuffer für Neubaustrecke Deutsche Bahn plant Megareserve für Brenner-Nordzulauf Österreich und Italien bauen ein Mega-Bahnprojekt durch die Alpen, auf deutscher Seite fehlt noch die Anbindung. Dafür legt die Deutsche Bahn weitere Milliarden Euro zurück. Bald soll der Bundestag entscheiden.
48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Der Brennerbasistunnel im Rohbau Foto: Volker Preusser / IMAGO Der Brennerbasistunnel und die dazugehörigen Zuleitungsstrecken in Bayern, Tirol und Italien sollen die über 150 Jahre alte, kurvige Bimmelbahnstrecke über die Alpen ersetzen und die Fahrzeit von München nach Verona um etwa zwei auf dreieinhalb Stunden verkürzen.
Die Einzelheiten
Seit 2015 wird auch tief im Gebirge gegraben und gebohrt, 2032 soll der 55 Kilometer lange Brennerbasistunnel tief unter dem zentralen Alpenpass in Betrieb gehen. Die Planung der Zuleitungsstrecken in Österreich und Italien ist weit fortgeschritten, einzelne Abschnitte sind bereits fertig oder im Bau. Einzig auf deutscher Seite gibt es bislang nicht einmal eine festgelegte Trasse – diese Entscheidung steht nun im Bundestag an.
»Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um den nächsten großen Schritt, den parlamentarischen Prozess durchzuführen«, sagte Projektleiter Matthias Neumaier. Eigentlich hätte sich der Bundestag bereits vor über einem Jahr mit der Trasse befassen sollen, dann kam die Neuwahl dazwischen. Diese neuerliche Verzögerung kann aber nach Angaben der Deutschen Bahn kompensiert werden, sodass die Zulaufstrecke Anfang der Vierzigerjahre in Betrieb gehen könnte.
Die von der Bahn bevorzugte Trasse wäre 54 Kilometer lang und würde von Grafing bei München bis zur österreichischen Grenze im Inntal verlaufen, in einem Bogen nordöstlich um Rosenheim herum. Der Großteil der Strecke soll unterirdisch liegen. Mehr zum Thema Nach Hitzewelle und bundesweiter Zugstörung: Pünktlichkeitsquote bei der Bahn lag im Juni nur knapp über historischem Tiefstand Zentrale Verkehrsroute: Dieser Mann lässt heute den Brenner sperren Aus Gries am Brenner berichten Jonah Lemm und Daniel Nguyen (Fotos) Wichtige europäische Bahnverbindung: Neuwahl verzögert Planungen zur Brenner-Bahnstrecke Das Zögern hat jedoch einen Preis: Das Neubauprojekt der Deutschen Bahn soll knapp neun Milliarden Euro kosten – im ungünstigen Fall könnte es auch erheblich mehr werden.
Die Bahn geht für Planung und Bau der bayerischen Zuleitungsstrecke zum Brennerbasistunnel von München zur österreichischen Grenze mittlerweile von Planungs- und Baukosten in Höhe von 8,57 Milliarden Euro aus, wie die Projektleitung berichtete. Hinzu kommt als Vorsorge für den Ausgleich von Inflation und sonstigen Risiken ein Puffer von addiert knapp 7,6 Milliarden Euro.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





