
Deutsche Bank und Commerzbank: Zwei Banken, zwei Schicksale
Deutsche Bank und Commerzbank : Zwei Banken, zwei Schicksale Von Daniel Schleidt 25.06.2026, 15:50Lesezeit: 5 Min. Beide Banken überlebten die große Bankenkrise von 2016. Sicher scheint heute allerdings nur eine zu...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Deutsche Bank und Commerzbank : Zwei Banken, zwei Schicksale Von Daniel Schleidt 25. 2026, 15:50Lesezeit: 5 Min. Beide Banken überlebten die große Bankenkrise von 2016.
Sicher scheint heute allerdings nur eine zu sein. Jonas WreschDeutsche Bank und Commerzbank stehen exemplarisch für den Finanzplatz Frankfurt. In den vergangenen zehn Jahren gab es mehrfach die Idee einer Fusion.
Die Einzelheiten
Ihr Scheitern ist heute eine entscheidende Wegmarke. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Frau am Stehtisch hat noch einiges vor sich. Mai 2016, als sie ihrem Unmut auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank in der Frankfurter Festhalle Luft macht.
In der Hand hält sie einen Teller mit Kartoffelsalat und Frankfurter Würstchen, es ist das Menü, das die Bank ihren Anteilseignern traditionell auf dem Aktionärstreffen anbietet. Doch die Frau, die selbst Aktien des Unternehmens besitzt, will es bei dem einen Teller nicht belassen. „Ich esse jetzt noch 1000 Portionen“, sagt sie, „als Dividende, um hier ohne Verlust rauszukommen.
“ Wer Wertpapiere der größten deutschen Bank besitzt, der hat 2016 wenig Freude daran. Der Aktienkurs, sagt ein Aktionärsvertreter auf der Versammlung, sei ein Desaster, die Dividende liege bei null, und überhaupt befinde sich die Deutsche Bank in nichts weniger als in der schwersten Krise ihrer Geschichte. „Ein Sanierungsfall“, findet der Fondsmanager und erntet Applaus.
Was Experten sagen
Viele Aktionäre sind verärgert. Die Verluste, die sie mit den Bank-Papieren eingefahren haben, lassen sich auch mit Würstchen nicht kompensieren. John Cryan, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, während der Pressekonferenz am Freitag, dem 2.
Januar 2018Helmut FrickeSzenenwechsel, Commerzbank-Tower, wenige Wochen zuvor. Auf der Bilanzpressekonferenz der Commerzbank wird Vorstandschef Martin Blessing von einem Journalisten gefragt, ob er seinen Kollegen, Deutsche-Bank-Chef John Cryan, eigentlich bemitleide. Während Blessing gerade einen Gewinn von knapp über einer Milliarde Euro bekannt gegeben hatte, musste der Brite Cryan ein Rekordminus von 6,7 Milliarden Euro verkünden.
Zwar antwortet Blessing damals nur, dass er auf die Frage nicht antworte. Aber allein dass sie gestellt wurde, hatte schon genügend Aussagekraft: Denn während die Commerzbank als das langjährige Sorgenkind der Branche nach einer Art Achterbahnfahrt im Anschluss an die Finanzkrise erstmals 2016 wieder einen Milliardengewinn einfuhr, steckte die Deutsche Bank mitten in einem schmerzhaften Umbau, der garniert wurde von Rechtsstreitigkeiten, Strafzahlungen und folgerichtig einem schwachen Aktienkurs. Doch auch die Commerzbank fuhr – trotz des Gewinns und trotz der Tatsache, dass Martin Blessing quasi zum Abschied noch mal eine Dividende ausschüttete – in schwierigem Fahrwasser, dafür sorgte seinerzeit schon die Niedrigzinspolitik der EZB.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





