
Deutschland bietet zu wenig Chancen für Start-ups
Ländervergleich Deutschland bietet zu wenig Chancen für Start-ups Eine neue Untersuchung zeigt: Aus deutschen Hochschulen heraus entstehen im europäischen Vergleich relativ wenig erfolgreiche Start-ups. Es gibt aber...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ländervergleich Deutschland bietet zu wenig Chancen für Start-ups Eine neue Untersuchung zeigt: Aus deutschen Hochschulen heraus entstehen im europäischen Vergleich relativ wenig erfolgreiche Start-ups. Es gibt aber auch Positiv-Beispiele. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Start-up-Zentrum in Nordrhein-Westfalen: »Schwieriger wird es, wenn man wachsen will« Foto: Oliver Berg / dpa Über Unternehmensgründungen könnten Universitäten und Forschungseinrichtungen einer aktuellen Untersuchung deutlich mehr Arbeitsplätze schaffen als bislang. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Denkfabrik AlpMomentum, des Wagniskapitalgebers Redstone, der Technischen Universität München und der Universität Trier.
Die Einzelheiten
Die Autoren haben ermittelt, wie viele erfolgreiche Gründungen in einem Verlauf von zehn bis zwölf Monaten im vergangenen Jahr auf 1000 europäische Universitäten und 50 öffentliche Forschungseinrichtungen entfallen. Dabei stellen sie große Unterschiede fest. Pro 100 Millionen Euro Budget variiert die Zahl gegründeter Start-ups demnach zwischen 1 und 80.
Besonders gut schneiden, nicht ganz überraschend, Business Schools ab, die viele angehende Unternehmer für die Ausbildung wählen dürften. Danach gilt: »Je größer die Einrichtungen werden, desto ineffizienter wird es«, wie Redstone-Gründer Michael Brehm erklärt. Relativ schlecht scheiden öffentliche Forschungseinrichtungen ab.
Deutschland im unteren MittelfeldDeutschland landet bei dieser Wertung unter 36 untersuchten Ländern und Regionen (Großbritannien wird in Landesteile wie Wales und England aufgeteilt) im unteren Mittelfeld. In der Bundesrepublik entfallen auf 100 Millionen Euro Budget 9,7 Gründungen. Ganz oben liegt Andorra (52,2 Gründungen) mit allerdings nur einer einzigen Einrichtung vor den baltischen Staaten und Frankreich.
Was Experten sagen
Aus Deutschland wurden 143 Hochschulen und 9 Forschungseinrichtungen ausgewertet. »An Frühphasenkapital kommt man in Deutschland über staatliche Stipendien schon ganz gut«, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Jörn Block von der Universität Trier, der an der Untersuchung beteiligt war. »Schwieriger wird es, wenn man wachsen will.
« Das sei für die Fragestellung der Untersuchung zwar zunächst nachrangig, könne aber doch eine Rolle spielen. »Wenn ich weiß, dass ich hier nicht wachsen kann, verzichte ich vielleicht auf die Gründung oder gehe gleich woanders hin. Gerade im Bereich Biotech wandern viele in die USA ab.
«Potenzial durch mehr GründungenIm relativ erfolgreichen England dürfe man leichter an Wagniskapital kommen, meint Block. Und: »Anders als in Deutschland gibt es in Großbritannien weniger ganz große Forschungsverbünde wie die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft oder die Max-Planck-Gesellschaft.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





